Region: Aichach|Friedberg

Babyboom in Friedberg

831 Geburten gab es im Standesamtsbezirk Friedberg. Symbolfoto.

„So viele Geburten wie 2020 wurden im Standesamt Friedberg in einem Jahr noch nie beurkundet“, schreibt Frank Büschel, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Friedberg zuständig ist. 831 Geburten seien „Rekord“ für die größte Kommune im Landkreis. Im Standesamtsbezirk Aichach sieht es ganz anders aus: Dort wurden elf Hausgeburten gemeldet.

Dazu erklärt Manfred Listl, Leiter des Ordnungsamtes: „Die Anzahl der Geburten beschränkt sich wegen der Schließung der Geburtenstation im Herbst 2018 auf nunmehr elf Hausgeburten.“ 2019 waren es nur vier Babys.

Wegen der Schließung der Geburtshilfestation im Krankenhaus der Paarstadt gibt es im Standesamtsbezirk Aichach nur Hausgeburten. Werdende Mütter aus diesem Standesamtsbezirk – dieser umfasst neben der Stadt Aichach auch die Gemeinden Adelzhausen, Sielenbach, Obergriesbach, Kühbach, Schiltberg und Hollenbach – müssen ihre Babys in umliegenden Kliniken zur Welt bringen oder eben zu Hause.

Auffallend ist laut Listl der starke Anstieg der Sterbefälle, von 308 auf 420 binnen eines Jahres. „Dies wird wohl nur zum Teil auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen sein“, meint er. Im Wesentlichen macht Listl dafür „strukturelle Veränderungen innerhalb des Krankenhauses beziehungsweise auch bei den Altenheimen“ verantwortlich. In Aichach ist ein weiteres Altenheim, das „Haus an der Paar“, dazugekommen. Die Friedberger Standesamt-Statistik weist 454 Sterbefälle aus.

Möglicherweise wird heuer mehr geheiratet als im zurückliegenden Jahr. Denn „wegen Corona haben letztlich zehn Brautpaare die Eheschließung auf das Jahr 2021 verschoben“, verlautbart Listl. Viele Paare hätten sich aber nach kurzfristigen Terminabsagen doch noch dazu entschieden, die Ehe in 2020 zu vollziehen. Insgesamt gab es so im Aichacher Standesamtbezirk 152 Eheschließungen. 2019 wurden 159 Paare getraut, 13 weniger als 2018, aber genauso viele wie 2017. In Friedberg heirateten im zu Ende gegangenen Jahr 238 Paare.

Im Jahr 2019 war die markanteste Zahl im Standesamtsbericht aus Aichach die der Kirchenaustritte. 243 waren es damals, laut Listl so viele wie noch nie. Diese Zahl liegt im Bericht über das Jahr 2020 bei 221. Das ist zwar weniger als 2019, aber mehr als 2018 (208) und 2017 (156). In der Friedberger Statistik sind 296 Kirchenaustritte aufgeführt. (iko)

Vornamen:

Von den 831 Friedberger Babys heißen je zwölf Buben Anton und Felix, gefolgt von Lukas und Samuel (je elf in Friedberg und einer in Aichach). Die beliebtesten Vornamen bei den Mädchen sind Leonie und Sophia (je neun), es folgen Emilia und Laura (je acht). Unter den elf Aichacher Babys gibt es keinen Vornamen doppelt. Ein Favorit ist somit nicht auszumachen. (iko)

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