Region: Aichach|Friedberg

Friedberger Grundschule ist für das historische Altstadtfest „Friedberger Zeit“ gerüstet

von LeserReporter Manuel Weindl aus Friedberg
Rechtzeitig vor Beginn des Altstadtfestes konnten Karin Weindl vom PatchWork...Haus für Handarbeit in Friedberg und Ulrike Hesse vom Förderverein der Theresia-Gerhardinger Grundschule (1. und 2. v.l. und einige eifrige Näherinnen über 20 komplette historische Kindergewänder für den neugegründeten Kleiderfundus an Schulleiterin Elisabeth Kern und ihre Lehrerkollegin Kerstin Rascher (3. und 2. v.l.) übergeben.

Mit Unterstützung des Fördervereins der Schule und PatchWork…Haus für Handarbeit nähen über 20 eifrige Eltern und Lehrer einen Kleiderfundus
Viele Friedberger Schulen und Kindergärten stehen vor jeder Friedberg Zeit, dem historischen Altstadtfest der Stadt vor einer Herausforderung: sie wollen mit eigenen Auftritten und Darbietungen zum Gelingen des historischen Festes beitragen. Oft verfügen sie aber nicht über ausreichend historische Gewänder für die teilnehmenden Kinder. Zwar besitzen viele ein eigenes Kleid. Diejenigen Kinder aber, die keine näherfahrenen Mamas - zunehmen auch Papas - oder Omas haben, bleiben von den Auftritten ausgeschlossen. Um nun möglichst vielen Buben und Mädchen der Theresia-Gerhardinger Grundschule die Teilnahme an den Auftritten im Festsaal des Wittelsbacher Schloss während der diesjährigen Friedberger Zeit (vom 12. bis 21. Juli) zu ermöglichen, kam Ulrike Hesse vom Förderverein der Schule auf eine nachhaltige Lösung: die Schaffung eines Kleiderfundus, der auch für die nachfolgenden Feste genutzt werden kann.
Der Förderverein stellt die finanziellen Mittel für diesen Fundus zur Verfügung, hatte aber das Knowhow für das Nähen nicht. Also ging Hesse auf Karin Weindl, Inhaberin vom PatchWork…Haus für Handarbeit in Friedberg zu und bat sie um Rat. Schließlich stattete Weindl bereits beim letzten Altstadtfest 2016 zusammen mit vielen ihrer Kundinnen das Friedberger Kinderheim aus. Elisabeth Kern, Rektorin der Grundschule fand die Idee hervorragend und bat alle Eltern mit Näherfahrung um tatkräftige Mithilfe. Allen Müttern, die noch wenig oder keine Kenntnisse hatten, bot sich im PatchWork…Haus für Handarbeit von Karin Weindl die Gelegenheit eines Nähkurses. Dort nähten sie die Gewänder für den Kleiderfundus und waren anschließend in der Lage, für ihre eigenen Kinder Hemden, Hosen oder Magkleid anzufertigen. Die Finanzierung der Stoffe übernahm der Förderverein der Grundschule, ebenfalls mit Unterstützung des Handarbeitsgeschäftes.

Viele eifrige Näherinnen

So legten im Frühjahr über 15 eifrige Eltern und Omas los, um den Kleiderfundus aufzubauen. Frau Kern benannte mit Kerstin Rascher eine Projektleiterin aus ihrem Lehrekollegium, die alle notwendigen Abstimmungen zwischen der Schule, den nähwilligen Eltern und Karin Weindl vom Handarbeitsgeschäft koordinierte. Schließlich mussten genügend Gewänder in allen benötigten Größen vorhanden sein. Und das Ergebnis ist beindrucken: insgesamt konnten Ulrike Hesse und Karin Weindl nun pünktlich vor Festbeginn über 20 komplette Kindergewänder an Frau Kern und Frau Rascher sowie die bereits eifrig probenden Kinder übergeben. Frau Kern war bei der Übergabe sichtlich beeindruckt über den Eifer „ihrer“ Mamas und bedankte sich ganz herzlich bei allen. Aber auch die fleißigen Mütter zeigten sich zufrieden. So erzählte z.B. Mildreth Hellmann bei der Übergabe, dass sie nach dem Nähkurs gleich noch Kleider für ihre ganze Familie genäht hat und zudem noch das eine oder andere Kleidchen für ihre Bekannten.
Und wie es oft so ist, eine gute Idee spricht sich schnell herum: motiviert von den eifrigen Näherinnen aus den Nähkursen steuerten auch weitere Mütter und Handarbeiterinnen aus dem Lehrerkollegium der Schule zahlreiche neu genähte Gewänder bei. So kann die Schule sehr zur Freude von Elisabeth Kern nun auf einen Fundus von ca. 50 Buben- und Mädchengewänder zurückgreifen. Bestaunt können die Gewänder erstmalig bei den Auftritten im Wittelsbacher Schloss am Donnerstag den 18. Juli, wenn die Kinder unter dem Motto „Froh zu sein bedarf es wenig – buntes Markttreiben“ tanzen.

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