Graffiti-Schmierfink geht in Friedberg um: Stadt setzt Belohnung aus

Graffiti in der Friedberger Altstadt verschandeln das Stadtbild. Die Stadt hat nun 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Täter-Ergreifung führen. Foto: Patrick Bruckner

Kurz nach Weihnachten begannen bislang unbekannte Täter eine Serie von Sachbeschädigungen in Friedberg. Mit Kunst haben die Schmierereien der Sprayer allerdings nichts zu tun. Zunächst handelte es sich um die Schriftzüge "Virus" und "PtAH", die im gesamten Stadtgebiet beispielsweise an Gebäude, Einrichtungen, Spielgeräte und Anlagen gesprüht wurden.
Seit Anfang Januar tauchten zudem vermehrt die Schriftzüge "Siko" und "Satan" auf. "Ein Tatzusammenhang zur ersten Serie kann aktuell nicht ausgeschlossen werden", berichtet die Friedberger Polizei am Freitagmorgen.

Aktuell seien den Beamten 31 Fälle bekannt. Bei den Geschädigten handelt es sich um Firmen- und Privateigentümer, aber auch die Stadt Friedberg ist davon betroffen. Sollte der Täter geschnappt werden, können die Betroffenen zivilrechtlich Ansprüche gegen den Schmierfink geltend machen. Andernfalls bleiben die Geschädigten auf den Reinigungskosten sitzen, die sich in den insgesamt 31 Fällen bislang auf 37 500 Euro belaufen. Allein die Beseitigung der Schmierereien der ersten Serie kostete 35 000 Euro.

Die Polizei verfolgt konsequent alle angezeigten Graffiti. Auf die Täter kommen neben den strafrechtlichen auch erhebliche zivilrechtliche Folgen zu. Die Regressforderungen, für die ein Sprayer nach der Tat 30 Jahre lang zur Kasse gebeten werden kann, können unter Umständen mehrere tausend Euro betragen. Um den oder die Täter möglichst schnell ausfindig zu machen, setzte die Stadt Friedberg nun eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täter führen.

Gerade im Hinblick auf die Landesausstellung sind die Graffiti-Serien nun besonders ärgerlich. Ab dem 29. April will sich Friedberg nämlich von seiner schönsten Seite präsentieren, wenn Besucher von weit her zu Gast sind. Hässliche Symbole in der gesamten Altstadt verteilt an Stadtmauer und Schlosspark könnten einen unschönen Eindruck von Friedberg hinterlassen. Hinweise zu dem oder den Tätern nimmt die Polizei Friedberg unter Telefon 0821/323 17 10 entgegen. (pb)

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