Region: Aichach|Friedberg

Neuer Seelsorger in Herrgottsruh

Pallottinerpater Hans-Joachim Winkens ist der neue Wallfahrtsdirektor von Herrgottsruh.

In feierlichem Rahmen wurde Pater Hans-Joachim Winkens als neuer Direktor der Friedberger Wallfahrtskirche eingeführt.

Nur wenige Wochen war die Leitung der Wallfahrtskirche Herrgottsruh vakant, nun bekam sie mit Pater Hans-Joachim Winkens einen neuen Direktor. Der Pallottinerpater löst seinen Vorgänger Sascha-Philipp Geißler ab, der bereits im September von Herrgottsruh Richtung Norden zog. Dort übernimmt dieser die Seelsorge in der Großpfarrei Hamburg-Wandsbek, wo Pater Winkens in den vergangenen 13 Jahren den pastoralen Raum entwickelte und die neue Pfarrei „Seliger Johannes Prassek“ mit rund 24.000 Katholiken aufbaute. Die beiden Pallottinerpater tauschten quasi ihre Ämter, was eher zufallsbedingt war, aber für beide gut passte.

„Wir Pallottiner haben das punktgenau hingekriegt, dass beide Stellen auch in Zeiten des Priestermangels in Fortsetzung bleiben können“, freut sich der 64-jährige Winkens. Vier Wochen verbrachte er gemeinsam mit Pater Sascha-Philipp Geißler noch im hohen Norden, seit knapp drei Wochen ist er nun schon in Friedberg und feierte bereits zu Allerheiligen in Herrgottsruh einen Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft mit Pfarrer Falko von Saldern. Der gebürtige Westerwälder will künftig Ansprechpartner für die Wallfahrer und die Gebetsgemeinschaft der Bruderschaft sein.

Die Ernennungsurkunde des Bischofs für diese Aufgabe las Dekan Stefan Gast im Kreis der zehn Konzelebranten den mitfeiernden Kirchenbesuchern vor. Coronabedingt war nur ein kleiner Teil der Gemeinde anwesend, die Einführung des neuen Wallfahrtsdirektors wurde aber im Internet übertragen.

Dekan Stefan Gast trug den mitfeiernden Kirchenbesuchern die Ernennungsurkunde des Bischofs vor. Repräsentanten aus Kirche und Politik hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des Wallfahrtsortes für das gesamte Umland hervor und wünschten dem neuen Direktor Glück für seine herausfordernde Aufgabe. Für die Stadt Friedberg und ihre Bürger sei die Wallfahrtskirche ein Refugium und man habe großes Interesse, dass es gut weitergehe, betonte Friedbergs zweiter Bürgermeister Richard Scharold. Mit seiner vielfältigen Erfahrung in Leitung und Seelsorge sei Hans-Joachim Winkens in jeder Hinsicht qualifiziert, zeigte sich Pater Michael Pfenning, Vizeprovinzial der Pallottiner, überzeugt.

Die Region lernte der Pallottinerpater, der als Zweitstudium Pädagogik studierte, bereits vor 40 Jahren in seinem Pastoraljahr in St. Georg in Augsburg kennen. Als Internatsleiter und Rektor des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in Rheinbach war Winkens in den Internatsverbänden der Orden und Bistümer in Deutschland leitend tätig. Als langjähriger Berater arbeitete er in den Kommissionen für Schule und Erziehung der Deutschen Bischofskonferenz und der Orden. Während Winkens‘ Zeit als letzter Provinzial der Norddeutschen Provinz der Pallottiner in Limburg war Friedbergs Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl, ebenfalls ein Westerwälder, Provinzökonom. „Ich freue mich, dass sich unsere Lebenslinien erneut kreuzen“, sagte Brühl. „Willkommen auf der Kommandobrücke“, hieß Kirchenpfleger Wolfgang Schuß als Zweiter Vorsitzender des Bruderschaftsrats den Amtsträger aus dem hohen Norden in Seemannssprache willkommen und wartete mit Zahlen vor der Corona-Zeit auf. Rund 500 Gottesdienstbesucher an Sonntagen, jährlich 30 Wallfahrten der Pfarreien sowie zusätzlich 36 Besuchergruppen aus nah und fern, dazu immer wieder Trauungen und Taufen. Ein herausfordernder und anspruchsvoller Dienst als Seelsorger, der ihm aber viel Spaß machen werde, ist sich Hans-Joachim Winkens sicher. (ike)

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