Sozialstation bereitet Senioren einen erlebnisreichen Nachmittag

von LeserReporter Dagmar Weindl aus Friedberg
Großes Vergnügen hatte die Gruppe der Tagespflege beim Singen und Tanzen - und wirkte damit hoch ansteckend

Der Krankengottesdienst mit Frühlingsfest der Sozialstation Hochzoll und Friedberg ist für viele Patienten von ganz besonderer Bedeutung. Einmal im Jahr haben so gerade diejenigen, die sonst aufgrund ihrer Krankheit oder des Alters kaum noch das Haus verlassen können, Gelegenheit, am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Wie gut das ankommt, zeigt die große Zahl der Gäste, die sich in Begleitung ihrer Angehörigen einfinden oder auch den kostenlosen Fahrdienst in Anspruch nehmen. Das Fest findet immer im Wechsel in Hochzoll und Friedberg statt, heuer begrüßte Pater Steffen Brühl rund 120 Seniorinnen und Senioren in der Friedberger Stadtpfarrkirche.

Die Salbung als wohltuendes Zeichen Gemeinsam mit Pfarrer Manfred Baur und Pfarrer Benjamin Lorenz aus Hochzoll zelebrierte er einen ökumenischen Gottesdienst, bei dem im Mittelpunkt stand, dass Gott niemand alleine lässt, sondern vielmehr unser Joch mitträgt, auch das des Alters. Die Krankensalbung mit geweihtem Öl, die die drei Pfarrer austeilten, erinnerte als wohltuendes Zeichen daran.

Unterhaltsames Frühlingsfest im Pfarrzentrum Nach der geistlichen Pflege wurden die Gäste beim anschließenden Frühlingsfest im benachbarten Pfarrzentrum auch kulinarisch mit Kaffee, Tee und Kuchen bestens versorgt. Launige Gespräche mit den Tischnachbarn und ein kurzweiliges Programm trugen zur gelungenen Unterhaltung bei. So erfreute die Gesangseinlage von Pflegeschwester Anita Dakovic die Seniorinnen und Senioren auch dieses Jahr mit humor- und gefühlvollen Liedern.

Senioren sorgen selbst für Schwung Für Schwung im Saal sorgte außerdem eine Gruppe der neu eröffneten Tagespflege. Geschäftsführerin Gudrun Jansen begrüßte die Gäste aus den eigenen Reihen – hocherfreut, dass man hier nun auch über ein „Tanzensemble“ verfüge. Welchen Spaß die Seniorinnen und Senioren schließlich dabei hatten, im Sitzen gemeinsam zu singen und zu tanzen, sorgte bei den Festbesuchern für große Begeisterung und wirkte überaus ansteckend.

Alle Gäste gratulieren Im Kreis der Tänzer hatte Margareta Lautscham besondere Freude an diesem Nachmittag. Für sie wurde das Frühlingsfest zu einem besonderen Erlebnis, denn anlässlich ihres 92. Geburtstags gratulierte schließlich der ganze Saal mit einem Ständchen. Die Seniorin besucht die Veranstaltungen der Sozialstation regelmäßig und genießt die Abwechslung, Gesellschaft und Ansprache, die ihr Frühlingsfest oder Adventsfeier bieten. Seit kurzem ist Margareta Lautscham, die immer noch allein in ihrer Wohnung lebt und das auch unbedingt so beibehalten möchte, täglich zu Gast in der Tagespflege. „Da gefällt es mir sehr gut“, erklärt die 92-jährige. „Sonst wäre es so langweilig zu Hause und in der Tagespflege habe ich immer jemand zum Reden.“ Auch ihre Tochter Inge Faltis, die mit ihr das Frühlingsfest der Sozialstation besucht, ist froh über die Einrichtung, die es der Mutter ermöglicht, ihre Eigenständigkeit zu bewahren und trotzdem Gemeinschaft zu erleben.

Auch das Team bekommt ein Gesicht Das war es schließlich, was die zahlreichen Gäste auch an diesem Nachmittag besonders schätzten. Interessant war für viele auch, das große Team der Sozialstation und die Bereichsleitungen kennenzulernen, die Geschäftsführerin Gudrun Jansen persönlich vorstellte. Viele kannten die Senioren und ihre Angehörigen bislang nur vom Telefon. Nun konnten die sympathischen Stimmen auch einem freundlichen Gesicht zugeordnet werden.

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