Klausurtagung im Rot(h)enberg

von LeserReporter Dominik Lichtenstern aus Friedberg

SPD Friedberg erarbeitet den „Fahrplan“ bis zur Kommunalwahl. Wenn von Jahresauftakt- oder Winterklausuren die Rede ist, kommen einem womöglich gleich hochrangige Bundes- und Landespolitiker in den Sinn, die hinter dicken Klostermauern oder in anderen monumentalen Gebäuden über die Zukunft des Landes sinnieren. Dass es auch lokaler und bodenständiger geht, beweist die SPD Friedberg, die den Veranstaltungssaal des AWO-Heims in der Rothenbergstraße zwei Tage lang zur Tagungsstätte ihrer alljährlichen Arbeitsklausur umfunktionierte.

„Ich freue mich, dass sich die Vorstandsmitglieder trotz zahlreicher anderer Verpflichtungen und gleich zweier Geburtstagskinder in unseren Reihen dazu entschlossen haben, ein ganzes Wochenende in Klausur zu gehen“, erzählt Ulrike Sasse-Feile, die Vorsitzende der SPD Friedberg, stolz. „Das zeigt, wie groß Tatendrang und Gestaltungswille in unserem Team sind. Eigenschaften, die wir angesichts der anstehenden Herausforderungen und Umbrüche gut einzusetzen wissen.“

Neben der Europawahl im Mai, zu der die Sozialdemokraten zahlreiche Aktionen und Infostände planen, bestimmen vor allem die Schwerpunkte „Digitalisierung“, „Wohnen“ und „Mobilität“ das Arbeitsprogramm der Friedberger Genossen. Auch die Bürgermeister- und Stadtratswahlen, die bereits im März nächsten Jahres stattfinden, stehen im Fokus. „2020 werden für die SPD Friedberg zahlreiche neue Gesichter an den Start gehen“, erläutert Sasse-Feile die Ausgangslage, da sich zahlreiche altbekannte SPD-Stadträte aus der aktiven Politik zurückziehen werden. „Da Erfahrung und ein neutraler Blick von außen in so einer Situation Gold wert sind, haben wir uns mit Markus Käser einen echten Experten in Sachen Wahlkampf ins Boot geholt.“ Käser, der für die SPD in zahlreichen Ämtern aktiv ist hat nicht nur einen Sozialdemokraten ins Bürgermeisteramt von Pfaffenhofen an der Ilm gehievt, sondern auch die SPD-Stadtratsfraktion kontinuierlich vergrößert. „Zahlreiche Parallelen zur Situation in Friedberg zeigen, dass ein guter Übergang gelingen kann“, zeigt sich Sasse-Feile überzeugt und verspricht mit ganzer Kraft an diesem zu arbeiten.

„Kommunikation, Kooperation, konstruktive Konfrontation und Kompetenz“, sind die Schlüsselbegriffe, die die Sozialdemokraten zum Erfolg führen sollen. „Botschaften und Erfolge nach außen vermitteln, Mitglieder werben und einbinden sowie die Vermarktung unserer neuen Gesichter stehen ganz oben auf der Agenda. Hierfür werden wir unter anderem unser Mitteilungsblatt, die ´Rote Feder` zu einem monatlichen Newsletter ausbauen. Ebenso gilt es Synergieeffekte zu nutzen und gemeinsam mit anderen Vereinen und Verbänden zusammenzuarbeiten“, so Sasse-Feile, die ganz aktuell mit zahlreichen Friedberger Gruppierungen das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ unterstützt.

Den Bedenken vor negativen Einflüssen aus der Bundes- oder Landespolitik stellen sich die Sozialdemokraten klar entgegen: „Die Friedbergerinnen und Friedberger können die einzelnen Ebenen abgrenzen und erkennen, dass eine starke SPD vor Ort wichtig ist, um städtische Zukunftsthemen voranzubringen“, zeigt sich Dominik Lichtenstern, der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, überzeugt. „Offen und mit Nachdruck wollen wir Desinformation entlarven, unsere Standpunkte klarstellen und denjenigen keinen Raum lassen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Abrede stellen.“

Als wichtigsten Faktor und als Grundlage für einen Wahlerfolg sieht Ulrike Sasse-Feile das SPD-Team: „Wir haben tolle Persönlichkeiten und bilden einen guten Querschnitt hinsichtlich unseres Fachwissens und unserer persönlichen Lebensumstände und -phasen. Mit selbstständigen Unternehmern, Industrie- und Facharbeitern, Ingenieuren, Studenten und Beschäftigten im Gesundheits-, Bildungs-, Finanz-, Verwaltungs- und Gewerkschaftssektor decken wir eine große Spannbreite an Knowhow und gesellschaftlicher Wirklichkeit ab. Beste Voraussetzungen also für eine starke zukünftige SPD-Stadtratsfraktion!“

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