Lebensgefährlicher Leichtsinn in Gablingen: Familie überquert Gleise vor ICE

Eine 34-Jährige hat mir ihren zwei Söhnen kurz vor einem heranfahrenden ICE die Gleise am Bahnhof in Gablingen überquert.

In Lebensgefahr hat sich am Donnerstagnachmittag eine 34-Jährige mit ihren beiden kleinen Söhnen am Bahnhof Gablingen gebracht. Die Familie überquerte die Gleise unmittelbar vor einem mit 200 Stundenkilometern durchfahrenden ICE.
Die Notfallleitstelle der Bahn informierte kurz vor 16 Uhr die Augsburger Bundespolizei darüber, dass am Bahnhof Gablingen ein Intercityexpress wegen Personen im Gleis eine Schnellbremsung einlegen musste.

Am Bahnhof Gablingen berichtete der Fahrdienstleiter den Beamten, wie er sah, dass eine Frau mit ihren Kindern nur Sekundenbruchteile vor der Durchfahrt des Schnellzugs von München über Augsburg nach Hamburg die Gleise überquert hatte. Trotz mehrmaliger Warnrufe konnte er die Frau mit ihren Kindern nicht mehr davon abhalten, die Gleise zu überqueren.

Als der Triebfahrzeugführer des ICE 704 die Personen im Gleis bemerkte, leitete er sofort die Schnellbremsung des etwa 200 Stundenkilometer schnell fahrenden Zuges ein. Zudem gab er mehrere Warnpfiffe ab. Glücklicherweise schaffte es die 34-Jährige mit ihren elf- und achtjährigen Söhnen unverletzt auf den gegenüberliegenden Bahnsteig. Auch im ICE kamen keine Personen zu Schaden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit verdankt die Familie der schnellen Reaktion des Triebfahrzeugführers ihr Leben.

Die Beamten klärten die Mutter über ihr lebensgefährliches Verhalten auf. Zudem leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.(pm)

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