Staatsstraße 2036: Naturschützer wollen "überdimensionierten Ausbau" stoppen

Aus Sicht der Naturschützer eignet sich die Straße für ein Modellprojekt ,Naturnahe Bestandssanierung' (Symbolbild).

Gegen den geplanten Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Gablingen-Holzhausen und Emersacker macht nun der Bund Naturschutz (BN) mobil.

Die bayerische Staatsregierung plane einen – so formulieren es die Naturschützer – "überdimensionierten Ausbau" der Staatsstraße 2036. „Auf der gesamten Strecke sind trotz Umplanungen immer noch erhebliche Eingriffe in Natur- und Landschaft geplant, bis hin zur Überbauung eines Biotops im Eigentum des Bund Naturschutz“, sagt Johannes Enzler, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Augsburg. „Wir werden diesen Ausbau so nicht hinnehmen und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um zu einer vernünftigen und naturverträglichen Sanierungslösung zu kommen“. Um die Eingriffe zu vermeiden schlagen die Naturschützer der bayerischen Staatsregierung "ein Modellprojekt für eine naturnahe Bestandssanierung auf dieser Staatsstraße vor“, erklärt Gernot Hartwig, Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Verkehr.

Für den zweiten Bauabschnitt zwischen Heretsried und Welden liegen bisher die Vorplanungen vor. Nach Informationen des BN soll dabei unter anderem im Bereich der Querung des Weiherbachtals ein Biotopgrundstück überbaut werden. „Das Biotop hat zentrale Bedeutung für den Biotopverbund im Weiherbachtal“, sagt Irmgard Del Pino, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Welden. „Betroffen sind nicht nur durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützte Feuchtbiotope und entsprechende Amphibienarten. Auch die europarechtlich geschützte Gelbbauchunke und die Bachmuschel kommen im Weiherbachtal vor“.

Die Planung von 2018 für den ersten Bauabschnitt mit etwa gewaltigen Erdbewegungen, großem Flächenverbrauch und Eingriffen in den Schutzwald habe, so erinnert der BN, nach einer Petition mit über 6000 Unterschriften gestoppt werden. Dennoch seien weiterhin erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft geplant.

Aus Sicht des BN eignet sich die Straße "sehr gut für ein Modellprojekt ,Naturnahe Bestandssanierung'", denn "das Verkehrsaufkommen ist überschaubar, die Trasse ist bereits gut ausgebaut und sie liegt in einem wertvollen Naturraum, im Naturpark Augsburg Westliche Wälder". (pm)

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