Gersthofer Unternehmen ist europäischer Marktführer

Quantron und seine Partner blicken optimistisch in die Zukunft. In den kommenden fünf Jahren erwartet das Gersthofer Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1,2 Milliarden Euro.

Die Gersthofer Quantron AG hat auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main Einblicke in die Produktpalette und künftige Strategien gegeben. Das Unternehmen elektrifiziert gebrauchte Fahrzeuge, stattet diese also mit einem Elektroantrieb aus, und bietet als einziges Unternehmen in ganz Europa e-Nutzfahrzeuge von 3,49 bis 44 Tonnen sowie e-Busse an.

Laut Vorstand Andreas Haller setzt die Firma aus Gersthofen bei der Elektrifizierung auf "Right Sizing", um ressourcen- und kosteneffiziente Lösungen anbieten zu können. „Im Vorfeld analysieren wir exakt, welche Reichweite im täglichen Einsatz wirklich benötigt wird, um eine Überdimensionierung der Batteriekapazität und somit unnötige Kosten zu vermeiden“, erklärt Haller.

Anlass für die Pressekonferenz war unter anderem der vierwöchige Test des "Quantron e-Econic" Abfallsammelfahrzeugs bei FES, der Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft. Michael Werner, Unternehmenssprecher der FES, bestätigte den erfolgreichen Einsatz des e-Fahrzeugs im täglichen Einsatz bei der Müllentleerung. Neben der stets vorhandenen Leistung und der hohen Restladung von circa 50 Prozent am Ende jeden Arbeitstages, überzeugte laut Werner vor allem die leise und emissionsfreie Arbeit mit dem Fahrzeug.

Wie der Vorstand nun in Frankfurt mitteilt, will das Unternehmen gezielt mit strategischen Partnern zusammenarbeiten, um bereits praxistaugliche e-Technik in den Markt zu bringen. Unter anderem seien Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb geplant.

Zudem wurde der "Quantron-Elion" vorgestellt. Angesiedelt in der Micro-Klasse, leichter als 3,5 Tonnen, gibt es den Elion in zwei Varianten: die T-Serie als Transporter und die M-Serie als Geräteträger. Beide Fahrzeuge können mit zahlreichen An- und Aufbauten ausgestattet werden.

Versicherungen für Elektroautos

Um den künftigen Bedarf an individuellen Finanzierungs- und Leasingangeboten und auch die Nachfrage nach speziellen e-Fahrzeug-Versicherungen besser abdecken zu können, plant Quantron eine eigene "Q-Bank" sowie "Q-Versicherung" zu gründen. „Es ist nicht nötig, dass hier ein amerikanisches Unternehmen den Vertrieb von Versicherungen für e-Fahrzeuge in Europa anstrebt", sagt Andreas Haller mit Blick auf die Ankündigungen von Tesla-Chef Elon Musk, auch in Europa Versicherungen für Elektroautos anbieten zu wollen.

Das Unternehmen aus Gersthofen rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. „Als einziger Full-Range-Anbieter und durch unsere strategischen Partnerschaften, sowohl im Bereich der e-Mobilität als auch im reinen Batteriebusiness, in Verbindung mit unserem europaweiten Servicenetzwerk sehen wir uns als Marktführer in diesem Bereich“, betont Haller. Angestrebt wird eine jährliche Produktionskapazität von 8000 Fahrzeugen, die durch die eigene Produktion in Augsburg sowie den weiteren Aufbau von Mikrofabriken erreicht werden soll. „Dank dieser Vorgehensweise können wir größere Kundenaufträge dann vor Ort im jeweiligen Land abwickeln", erklärt Haller. Dadurch würden sich nicht nur erhebliche finanzielle und zeitliche Einsparungen ergeben, sondern auch bei den sonst anfallenden Emissionen durch den wegfallenden Transport. Zusätzlich plant der Vorstand den Börsengang der Quantron AG bis Ende 2021.

Gemeinsam mit Schauspieler, Dokumentarfilmer und Umweltaktivist Hannes Jaenicke hat Quantron ein Umweltprojekt vorgestellt, so sollen bis Ende des Jahres 100 Bäume gepflanzt werden. Zusätzlich erhält jeder Kunde einen eigenen Baum mit dem Ziel eines "Quantron-Jaenicke-Waldes". (pm/pb)

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