Gersthofen: Kulturina-Grapscher noch nicht ermittelt

Nicht nur gute Laune, Musik und Begeisterung gab es während der diesjährigen Kulturina in Gersthofen. Drei Frauen wurden von einem Unbekannten sexuell belästigt. Foto: Stadt Gersthofen/Hauke

Das dürfte Max Poppe, Organisator der Gersthofer Kulturina, und seinen Helfern nicht gefallen: der übergriffige Mann, welcher während der diesjährigen Kulturveranstaltung gleich drei Frauen sexuell belästigt und eine davon sogar geschlagen hat, konnte noch immer nicht ermittelt werden.
Dies teilt Markus Schwarz, Dienststellenleiter der Polizei, auf Nachfrage mit. Nach dem kleinen Mann, der mit einer Körpergröße von ungefähr einem Meter sechzig, einem Alter von circa 20 bis 30 Jahren und gegelten Haaren beschrieben wird, wurde von den Beamten auch anhand verschiedener Video- und Filmaufnahmen gesucht. "Derzeit sind wir am Ende unserer möglichen Maßnahmen. Wir haben unter anderem viel Aufnahmematerial gesichtet und leider ist noch nichts dabei herausgekommen", so Schwarz. Nach derzeitiger Sachlage werden die Anzeigen wohl "gegen Unbekannt" der Staatsanwaltschaft Augsburg vorgelegt werden müssen.
Laut Schwarz sei es trotz des umfangreichen Filmmaterials, welches während des Festivals mit Drohnen und mit vielen Kameras auf dem Boden gedreht wurde, nicht einfach gewesen, überhaupt etwas erkennen zu können: "Die Übergriffe sind während der Dunkelheit passiert, da ist es schwierig für die Frauen und für uns, einen eindeutigen Abgleich herbeiführen zu können." Außerdem bedauert der Polizeichef, "dass sich niemand aus dem privaten Bereich der Kulturinateilnehmer mit ihren eigenen Handyaufnahmen bei uns gemeldet hat." Denn auch aus diesem Material habe sich die Polizei Bilder der Teilnehmer und eventuell auch von dem Mann selbst erhofft. Doch leider Fehlanzeige.
Max Poppe und seine Leute vom Gersthofer Verein "Lebendige Innenstadt" sind ebenfalls enttäuscht: "Selbstverständlich ist diese Situation für uns ärgerlich, gerne wüssten wir den Fall abschließend aufgeklärt, aber leider haben sich ermittlungsseitig keine neuen Erkenntnisse ergeben."
Das Thema werde intern diskutiert, Aussagen über mögliche Gegenmaßnahmen für die kommende Kulturina 2017 will Poppe der Öffentlichkeit frühestmöglich mitteilen: "Ich denke, dass das auf jeden Fall noch in diesem Jahr passieren wird." (Ulrike Hauke )

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