Symbol und Kulturzeichen zugleich

Das Kreuz in der Gersthofer Pfarrkirche St. Jakobus: ein Symbol des Christentums. Foto: Dagmar Benz

Mit dem Kreuz als Symbol des Christentums beschäftigten sich Mitglieder der Kolpingfamilie Gersthofen. Ausführliche Informationen mit zahlreichen Bildern dazu lieferte Dekan Stefan Blumtritt.
Das Kreuz stehe nicht nur für den Tod, sondern auch für das Leben, betonte der Referent. Und es sei ein Zeichen für die Überwindung von Tod und Trauer, denn Jesus habe „sein“ Kreuz am Karfreitag getragen.
Blumtritt erläuterte, dass sich seit etwa dem dritten Jahrhundert nach Christus Nachweise dieses Symboles finden lassen. Während der Kreuzzüge sei das Kreuz weit verbreitet gewesen. Jahrhundertelang hätten Künstler in vielen Kirchen bedeutende, wunderbare Werke von Kreuzen mit Jesus erstellt. Lediglich im Barock habe es kaum Darstellungen gegeben.

Sühnezeichen von Straftätern

„In Feld und Flur sehen wir viele Feldkreuze und Bildstöcke an Weggabelungen“, berichtete der Dekan. Bis 1500 seien die Kreuze als Sühnezeichen von Straftätern, danach von Angehörigen der Opfer aufgestellt worden.
Blumtritt ging auch auf die beiden Balken des Kreuzes ein. „Sie weisen sowohl auf die Beziehung zwischen Erde und Himmel hin als auch zwischen den Menschen untereinander“, so der Referent. (db/spr)

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