Immer mehr Unfälle auf A8: Stadt Gersthofen fordert Minister auf, endlich zu handeln

Immer mehr Unfälle ereignen sich auf der A8. Im Bild ein LKW-Unfall vom vergangenen Oktober.

Die Stadt Gersthofen drängt auf eine schnellere Bearbeitung der Unterlagen zu einer möglichen Geschwindigkeitsbegrenzung. "Man kann sich auch bis zum Sankt Nimmerleinstag mit Auswertungen beschäftigen", kritisiert Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle in Richtung Innenminister Joachim Herrmann.

Bereits im September 2017 hatten sich Bürgermeister der Kommunen entlang der A8 im Gersthofer Rathaus getroffen. Es ging um die deutliche Zunahme von Schwerverletzen, hohe Unfallzahlen und die erhöhte Wahrnehmung von Verkehrslärm seit der Freigabe der sechsspurigen Autobahn. Dass nun erneut ein Prüfauftrag und "eine umfangreiche Auswertung von Unfallzahlen" von Seiten Joachim Herrmanns angestoßen werden soll, stößt bei Gersthofens Bürgermeister auf Unverständnis.

"Man kann sich auch bis zum Sankt Nimmerleinstag mit Auswertungen beschäftigen" 

Bereits vor zweieinhalb Jahren habe man vom damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und dem Bayerischen Innenminister Hermann gefordert, entlang der A8 von der Landesgrenze bis nach Obermenzing eine Telematik zu installieren. "Sogar Bundesmittel stehen für solche Projekte zur Verfügung", betont Wörle. "Man signalisierte uns damals auf unsere Anfrage aus dem Bundesamt für Verkehr und digitale Infrastruktur sogar schriftlich, dass das Projekt in der tiefergehenden Planung ist und man sich sicher sei, eine tragfähige und technisch optimale Lösung auf die Beine stellen zu können".

Doch seit diesem Schreiben vom 18. Januar 2018 sei nichts passiert. Im Gegenteil: "Nun kündigt Joachim Herrmann erneute umfangreiche Auswertungen an. Dazu sage ich: man kann sich auch bis zum Sankt Nimmerleinstag mit Auswertungen beschäftigen – die übrigens schon im Jahr 2017 vorlagen", sagt Wörle. Süffisant fordert er eine Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Schreibtisch des Ministers, es müsse endlich schneller vorangehen. "Wir brauchen endlich eine Lösung. Die fast täglichen Staus, teils schwere Unfälle mit Verletzten, machen das doch deutlich genug.“ so der Bürgermeister. (pm)

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