Region: Augsburger Land

Aktion in Großaitingen: Briefe schreiben gegen Einsamkeit

Die Großaitinger Kinder- und Jugendbeauftragte Denise Fischer will mit der Aktion "Briefe gegen Krise" Einsamkeit senken - und sie will zeigen, dass ein Brief etwas ganz Besonderes sein kann.

Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind eingeladen, einen Brief zu schreiben. Die Großaitinger Kinder- und Jugendbeauftragte Denise Fischer hat die Aktion "Briefe gegen Krise" gestartet.

Damit sich ältere Menschen in der Corona-Krise nicht einsam fühlen, hat Denise Fischer aus Großaitingen die Aktion "Briefe gegen Krise" ins Leben gerufen. Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind eingeladen, Briefe an Senioren und Menschen mit Einschränkungen in Großaitingen und Umgebung zu schreiben. Dabei ist es laut Fischer egal, ob Karte oder ausführlicher Brief. "Man kann damit auf jeden Fall viel Freude schenken", findet die Jugendbeauftragte der Gemeinde. Kleine Kinder, die noch nicht schreiben können, dürfen natürlich auch etwas malen oder basteln. Laut Denise Fischer kann ein Absender auf den Briefen stehen, muss aber nicht.

Fischer hat schon einige Briefe vom Kindergarten St. Nikolaus in Großaitingen erhalten, ebenso werde sie in den kommenden Wochen auch noch Briefe vom Kinderheim Großaitingen bekommen. Eventuell beteiligt sich auch die Grundschule.

Die Botschaften werden in der Großaitinger Post gesammelt. Denise Fischer wird sie dann verteilen. Noch bis Freitag, 15. Januar, können Interessierte ihre Briefe abgeben.

Gerade bei Älteren und Menschen mit Behinderungen sei die Einsamkeit während der Corona-Krise stark angestiegen. Das sei der Grund für diese Aktion, die sich an vielen ähnlichen Projekten in ganz Deutschland orientiert. Die Aktion findet nach Weihnachten statt, da dann die weihnachtlichen Aktionen und Besuche abrupt aufhören und die Einsamkeit umso stärker in Erscheinung trete, erklärt Fischer.

"Ich möchte durch das Projekt natürlich insbesondere die Einsamkeit von Senioren und Personen mit Einschränkungen in unserer Gemeinde und Umgebung senken und zeigen dass wir als Gemeinschaft zusammenhalten und für andere da sind, auch in Zeiten der Krise", erläutert Fischer. Als Kinder- und Jugendbeauftragte will sie den Kindern vermitteln, dass das Schreiben von Briefen nicht "out" sei - denn ein Brief könne etwas ganz Besonderes sein. Anders als eine schnelle WhatsApp-Nachricht zeige ein Brief, dass man sich für den Empfänger Zeit genommen und sich auch Gedanken über den Inhalt gemacht hat. Und sie erhofft sich von dem Projekt, "dass zumindest ein klein wenig ein Generationenaustausch stattfindet, da die jüngere Generation viel von der älteren lernen kann und auf der anderen Seite auch Senioren von diesem Kontakt profitieren können".

Interessierte können sich bei Fragen an Denise Fischer wenden, E-Mail jb.grossaitingen[at]gmx.de[dot] Wer einen Brief schreiben will, muss diesen bis Freitag, 15. Januar, in der Post in der Lindauer Straße 10 in Großaitingen abgeben. (pm)

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