Kein Mähroboter und keine Chemie: Zertifizierter "Naturgarten" in Hiltenfingen

Urkunde und Plakette übergab der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege Wolfram Vaitl (links) an Joachim Herbold und Juliane Bopp-Herbold für ihren naturbelassenen Garten.

Der Garten der Familie Herbold in Hiltenfingen hat nun eine Auszeichnung vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landschaftspflege erhalten.

Als erster Hausgarten in Schwaben wurde nun der Garten der Familie Herbold in Hiltenfingen als "Naturgarten" ausgezeichnet. Neben offiziellen Gästen war die Ortsgruppe Schwabmünchen des Bund Naturschutz eingeladen, sich von diesem Konzept und der konkreten Umsetzung dieser Idee vor Ort ein Bild zu machen, wie die Ortsgruppe in einer Pressemitteilung informiert.

"Naturbelassen heißt nicht verwildert", so die Erkenntnis. Zwar gebe es kleinere Ecken, in denen keinerlei Eingriffe vorgenommen werden, doch der Großteil des Garten sei sehr gepflegt. Selbstverständlich kommen keine chemischen Pflanzenschutzmittel oder synthetische Dünger zum Einsatz. Statt torfhaltiger Substrate wird der Humus aus dem eigenen Kompost verwendet, bewässert wird unter anderem mit aufgefangenem Regenwasser. Natürlich wird der Rasen nicht wöchentlich gemäht, einen Mähroboter sucht man hier vergebens.

Der alte Obstbaumbestand sowie die Hecken bieten Insekten, Vögeln, Igeln und vielen weiteren Bewohnern reichlich Unterschlupf und Nahrung. Brennnesseln, Wildblumen und vielerlei Sträucher locken selten gewordene Schmetterlinge an. Der Mensch als solcher kommt laut Bund Naturschutz dabei nicht zu kurz: Der integrierte Gemüsegarten wirft Wohlschmeckendes und Gesundes ab. Zudem stelle das Arbeiten in und mit der Natur eine echte Bereicherung für die Hausbewohner dar. Hier kann man die Seele baumeln lassen.

"Der Naturgarten der Familie Herbold in Hiltenfingen zeigt, dass ohne übermäßigen Aufwand die Artenvielfalt gefördert werden kann und dies auch in kleineren Hausgärten möglich ist", so das Fazit. Die Zertifizierungsplakette wurde von Wolfgang Vaitl, dem Präsidenten des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landschaftspflege, übergeben. "Es ist ein Ansporn und Aufruf an alle Besitzer von Haus- und Kleingärten, offen für diese Idee zu sein und mitzumachen und dieses, ohne die Nutzungsfähigkeit des Gartens zu schmälern", heißt es in der Pressemitteilung. (pm)

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