Region: Aichach|Friedberg

Eisunfälle an Weitmannsee und Kuhsee: Mehrere Personen brechen in Eis ein

(Symbolbild) Ein Ehepaar musste am Samstag aus dem Weitmannsee in Kissing gerettet werden.

Ein Ehepaar ist am Samstagnachmittag auf dem Weitmannsee in Kissing ins Eis eingebrochen. Eine ganze Familie hingegen musste am Sonntag aus dem Augsburger Kuhsee gerettet werden.

Ein 50-jähriger Mann wollte gemeinsam mit seiner gleichaltrigen Ehefrau um kurz nach 14 Uhr den Weitmannsee zu Fuß überqueren. Da sich bereits einige Personen auf dem Eis befanden, betraten die Eheleute am nördlichen Zugang den vereisten See. "Nach etwa 200 bis 300 Metern brachen beide Personen unvermittelt in das Eis ein, konnten sich aber an der Einbruchstelle festhalten", teilt die Friedberger Polizei mit.

Nach Angaben der Wasserwacht sei das Wasser an der Unglücksstelle etwa vier bis sechs Meter tief. Der Mann konnte von Passanten mittels einer Rettungsleiter aus dem Eis geborgen und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Ehefrau wurde von der DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr Kissing mit einem Eisrettungsschlitten aus dem See gerettet. "Beide Personen wurden im Anschluss mit Unterkühlungserscheinungen in das Krankenhaus Friedberg gebracht", so die Polizei.

Als mögliche Ursache machen die Einsatzkräfte eine unterirdische Quelle aus, wodurch das Eis an der Einbruchstelle "nicht besonders tragfähig" sei. Die Eisfläche wurde nach dem Unfall komplett geräumt, da unbekannt ist, ob es noch weitere solche Bereiche gibt.

Die Gemeinde Kissing hat daraufhin Hinweisschilder rund um den See angebracht und das Betreten der Eisfläche verboten.

Familie bricht in Kuhsee ein

Etliche Personen tummelten sich am Sonntag am Kuhsee in Augsburg. Gegen 13.30 Uhr wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Wasserwacht zusammen mit Kräften der DLRG, des Rettungsdienstes, der Polizei und der Berufsfeuerwehr zu einem Eisunfall gerufen.

In der Mitte des Sees waren zwei Erwachsene und zwei Kinder in das Eis eingebrochen. "Nur durch das beherzte Einschreiten von Passanten konnten sie mit Hilfe von zwei vor Ort befindlichen Eisrettungsleitern gerettet und so Schlimmeres verhindert werden", teilt die Wasserwacht mit und warnt erneut vor dem Betreten von Eisflächen auf den Seen. (pm)

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