Fasching in Königsbrunn: Verborgene Schätze gefunden

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Die Showtanzgruppe des CCK Fantasia in der goldenen Stadt.

Der Königsbrunner Faschingsverein „CCK Fantasia“ begeisterte das Publikum bei seinem 2. Shownachmittag. Der Showabend des CCK findet am Samstag, 15. Februar, ab 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum statt.

Kaum hatte CCK-Präsident Jürgen Langhammer die Gäste begrüßt, heizten auch schon „Die Taktlosen 2.0“ dem Publikum ein. Die Männer-Showtanzgruppe des CCK kam in kurzer Rüstung als alte Römer verkleidet zu italienischer Musik auf die Bühne. Angekündigt als „die heißesten Schwiegersöhne der Stadt“ entfachten sie vor johlenden Zuschauerinnen ein Feuerwerk aus Rhythmus, Präzision und Eleganz. Auch in ihren weiteren Rollen zeigten sie Bein, in weißen Kleidern als alte Griechen, in Leopardenkleidchen als urige Steinzeitmänner. An den rasantesten, schweißtreibendsten Stellen wurden sie vom Publikum durch kräftiges Mitklatschen unterstützt. Auf die Männergruppe folgte die sprühende Bewegungsfreude der Showtanzgruppe „Lechana“ aus Gersthofen. Die jungen Männer und Frauen tanzten mit einigen Hebefiguren zu verschiedenen Musikstilen von „Sister Act“ über Rock bis zu Exotischen Klängen. Am Ende füllten sie den Saal mit guter Laune zu den Hits von Wolfgang Petry, mit Beats unterlegt und unterstützt von ihrem singenden Moderator, der das Publikum mühelos zum Mitsingen brachte.

Inzwischen füllte sich der ohnehin voll besetzte Saal im Evangelischen Gemeindezentrum noch weiter, immer mehr Stadträte schauten vorbei und Bürgermeister Franz Feigl machte sich an der Kuchenausgabe nützlich. Der „Shownachmittag“ des CCK wurde vor sieben Jahren als „Seniorennachmittag“ eingeführt. Nachdem immer mehr Senioren von ihren Enkeln begleitet wurden, ist es heute ein Faschingsereignis für die ganze Familie. Kinder jeden Alters waren dabei, mit Eltern oder Großeltern oder beiden. Die älteren Kinder zogen sich auf die Empore zurück und konnten erstaunlich viele alte Hits textsicher mitsingen.

Die Showtanzgruppe „Lach Moro“ aus Mering war erst zwei Stunden vor der Vorstellung eingesprungen, nachdem eine andere Gruppe wegen zu vieler Erkrankungen abgesagt hatte, doch das merkte man der fulminanten Vorstellung nicht an. Unter dem Motto „It’s Showtimme“ wurde ein temperamentvolles Programm geboten, in dem Wolga-Mädchen, Spanierinnen, Cowgirls, Revuegirls und Michael-Jackson-Look-Alikes zu sehen waren. Dazu passte das große Finale zur Musik aus „The Greatest Showman“ perfekt. An den bunten Kostümen der „Greatest Show“ konnte man sich kaum satt sehen.

Goldmedaillen für alle

Und schon war es Zeit für die Kinder- und Jugendshowtanzgruppe der „Narrneusia“ aus Neusäß. Sie zeigten Olympische Spiele, bei denen alle als Sieger von der Bühne gingen. Die Kinder meisterten ihre fliegenden Kostümwechsel ebenso reibungslos wie die „Großen“. Und auch die Moderation klappte um keinen Deut weniger souverän. Man sah ehrgeizige Sprinter, einen Gewichtheber, der spitzenmäßig tanzen konnte, einen romantischen Eiskunstlauf des Kinderprinzenpaares, flinke Fußballerinnen, einen Boxkampf ohne Verletzungen, ein elegantes Tennis-Match und einen Schwimmwettkampf mit Schwimmflügeln. Die „erwachsene“ Showtanzgruppe der „Narrneusia“ tanzte sich professionell durch ein ganzes Jahrhundert Musikgeschichte. Mit Charleston, Swing, Rock’n' Roll, Hippiezeit, Disco-Fever, den Boygroups der Neunziger und dem heutigen Groove zog ein Jahrhundert voller Tanzfreude auf der Bühne vorüber.

Die Showtanzgruppe des CCK Fantasia zeigte von Beginn an, wo ihre besondere Stärke liegt: in ihrem akrobatischen Können. Die Damen kamen auf den Schultern ihrer Tanzpartner stehend auf die Bühne. Die Königsbrunner hatten das Thema „Verborgene Schätze“ gewählt. In Leder und Leinen gekleidete Kelten suchten den Schatz zwischen Lech und Wertach, Indiana Jones in südlicheren Gefilden. Nixen und Wassergötter suchten Atlantis in den Tiefen des Meeres und auch das orientalische Prinzenpaar Roman I. und Jennifer I. versuchte sein Glück. Sie fanden tatsächlich Gold, sehr viel Gold sogar, die ganze Bühne war von Gold bedeckt. Doch Moderatorin Verena machte deutlich, dass die größten Schätze nicht aus Gold sind, sondern ohne langes Suchen direkt im Saal zu finden waren. Der Schatz des Prinzen ist die Prinzessin und der Schatz des CCK ist die Kinder- und Jugend-Showtanzgruppe, die das Publikum willkommen hieß im „Land des Lächelns und der aufgehenden Sonne“. Die Allerjüngsten tanzten als Kung Fu-Nachwuchs und als kleine Panda-Bären, die Jugendlichen zeigten bereits akrobatische Menschenpyramiden. Das Kinderprinzenpaar erschien in prächtigen rot-goldenen Kostümen. Und dann gab es am Ende ein paar Tränen, denn Kinderprinzessin Mia I. hatte sich beim Auftritt am Vortag verletzt und konnte nicht tanzen. Doch Prinz Leon I. und der Applaus des Publikums trösteten sie. Und schließlich wirbelte der FC München-Neuhausen für die letzte Shownummer herein.

Wer das Showprogramm 2020 des CCK Fantasia gern erleben möchte, sollte am Samstag, 15. Februar, ab 19.30 Uhr ins Evangelische Gemeindezentrum kommen.

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