Region: Augsburger Land

Ferienspaß im Corona-Sommer

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Kulturreferentin Marion Kehlenbach, Rebecca Ribarek, Tanja Zimmermann, Ramona Frodl und Nadja Rathgeber vom Königsbrunner Kulturbüro sowie Bürgermeister Franz Feigl (von links) präsentieren die Flyer für das Ferienprogramm.

Über 100 Erlebnisangebote für Kinder und Jugendliche bietet das Königsbrunner Ferienprogramm.

Die Vorbereitungen des Programms von Kursen für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien beginnt alljährlich im März, wenn die ersten Kursangebote beim Kulturbüro eingereicht werden. Dieses Jahr im März konnte noch niemand abschätzen, wie der Coronavirus unser Leben verändern würde. Im Mai bestand noch die Hoffnung, dass die Schutzauflagen bald gelockert werden würden. Deshalb wurde weiter gemacht wie in jedem Jahr. Über 200 Kurse wurden gemeldet, der Grafiker Roland Prillwitz aus Friedberg zeichnete ein schönes Titelblatt für die Broschüre und Ende Mai gingen 3000 Exemplare der über 100 Seiten starken Broschüre des Ferienprogramms in Druck. Doch die Erlaubnis der Behörden, das Programm durchzuführen, kam nicht. Anfang Juli dann die Nachricht vom Landratsamt: Ferienprogramme können stattfinden, sofern bestimmte Auflagen erfüllt werden. Dazu gehören Abstandsbestimmungen, die etwa beim bisher sehr beliebten gemeinsamen Kochen und Backen oder auch bei vielen Sportarten nicht erfüllt werden können. Trotzdem sind über 100 Kurse im Programm geblieben. Statt der Broschüre werden jetzt Flyer verteilt und ausgelegt, in denen darauf hingewiesen wird, dass das Programm unter www.unser-ferienprogramm.de/koenigsbrunn im Internet angesehen werden kann. Auch die Anmeldung erfolgt online. Wer dabei Schwierigkeiten hat, kann im Kulturbüro um Hilfe bitten. Die Verlosung der Plätze in überbuchten Kursen findet ab dem 21. Juli statt. Aber auch danach werden noch Anmeldungen entgegen genommen. Die Kursgebühren werden Anfang Oktober abgebucht, danach werden alle Daten aus den Anmeldungen gelöscht.

„In diesem Jahr sind wir den Anbietern von Ferienkursen noch dankbarer als sonst, denn sie machen sich nicht nur die Mühe mit der Veranstaltung der Kurse, sondern arbeiten obendrein ein Hygienekonzept aus“, sagte Rebecca Ribarek, die Leiterin des Kulturbüros, als das Ferienprogramm der Presse vorgestellt wurde. „Es müssen Toiletten und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Kinder ab sechs Jahren müssen mit einem Mundschutz kommen. In einer Gruppe dürfen höchstens acht Kinder sein. Für den Fall, dass die Auflagen noch gelockert werden, behalten wir die Wartelisten der Kurse mit mehr als acht Anmeldungen. Nur Anbieter, die außerhalb der Ferien größere Gruppen betreuen dürfen, können dies auch während der Ferien tun“, so Ribarek weiter.

Im Programm sind viele Sportkurse, von Windsurfen über Turnen und Reiten bis Tanzen oder Beach-Handball. Es kann getöpfert und geschnitzt, gemalt, getrommelt und in den Sternenhimmel geblickt werden. „Mir war es wichtig, dass wir ein Ferienprogramm auf die Beine stellen, trotz aller Einschränkungen. Denn die Kinder mussten auf so viel Spaß verzichten, als Kitas, Schulen und Spielplätze geschlossen waren, Musik- und Sportstunden ausfallen mussten. Da sollten wenigstens in den Ferien ein paar schöne Erlebnisse für sie möglich sein“, sagte Bürgermeister Franz Feigl.

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