Region: Augsburger Land

Loch im Radwegenetz wird provisorisch geflickt

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Der städtische Kiesweg wird augenblicklich gern als Parkplatz genutzt.

An der Hunnenstraße in Königsbrunn soll die Situation für Radfahrer verbessert werden.

Am westlichen Stadtrand können Radfahrer zügig und sicher von Süden nach Norden fahren auf einem Radweg entlang der Wertachstraße. Nach der Kreuzung mit der Augsburger Straße geht es weiter entlang der Hunnenstraße, ebenfalls auf einem Radweg. Doch dieser endet abrupt an der Stelle, wo die Hunnenstraße eine Kurve nach Osten macht. Hier auf die Straße zu wechseln, ist oft gefährlich. Insbesondere im Berufsverkehr fahren Autos hier sehr schnell und die Fahrer werden nach dem Abbiegen häufig von der Sonne geblendet. Zudem fahren hier viele Lastwagen, die auf andere Verkehrsteilnehmer kaum Rücksicht nehmen können, weil ihre Fahrzeuge in der Kurve die gesamte Straßenbreite benötigen. Ortskundige Radfahrer biegen deshalb vor der Kurve auf einen gekiesten Parkplatz nach Osten ab, 40 Meter weiter nach Norden in einen schmalen Kiesweg. Dann wird die Hunnenstraße überquert, und weiter geht’s nach Norden Richtung Augsburg auf einem holprigen Feldweg. Eigentlich liegt zwischen dem gekiesten Parkplatz und den Gewerbegebäuden in der Kurve der Hunnenstraße ein Kiesweg, dessen Eigentümerin die Stadt ist. Der Weg ist allerdings kaum noch zu erkennen, weil er zum Abstellen von Baufahrzeugen und Baumaterial, zum Parken und teilweise sogar als Kleingarten genutzt wird. Jemand hat mehrere kleine Obstbäume in den Weg gepflanzt. Solange die Guldenstraße wegen des Trambaus gesperrt ist, steht für Fahrräder keine andere Nord-Süd-Verbindung im westlichen Stadtgebiet zur Verfügung.

Diese Situation wollen die Grünen im Stadtrat für Radler verbessern. Sie stellten einen entsprechenden Antrag in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses. Dieser Ausschuss tagt in der Sommerpause des Stadtrats in kleinerer Besetzung als der Rat. Beantragt wurde, den Kiesweg zu asphaltieren und den Feldweg bis zur Föllstraße fahrradtauglich zu befestigen, als Fuß- und Radweg zu beschildern und dabei den Feldweg für landwirtschaftliche Fahrzeuge weiter zuzulassen. Zusätzlich sollte die Überquerung der Hunnenstraße so gestaltet werden, dass sie für alle Verkehrsteilnehmer sicherer wird.

Dieser Antrag fand keine Mehrheit. SPD, Freie Wähler und FDP sahen keine Notwendigkeit für eine weitere Fahrradachse von Süden nach Norden, denn die meisten Radfahrer seien entweder auf der mittleren Achse entlang der alten B17 oder auf der östlichen Achse ab östlich des Ilsesees durch Feld und Wald unterwegs. Zudem sei die Sperrung der Guldenstraße nicht von Dauer.

Eine Mehrheit konnte sich jedoch dem Kompromissvorschlag aus den Reihen der CSU anschließen, zunächst den Kiesweg hinter den Gebäuden der Firmen Hajvazi und Injoy zu renovieren, als Radweg zu kennzeichnen und die Überquerung der Hunnenstraße zum Feldweg hin ungefährlicher zu gestalten. Der Feldweg zwischen Hunnen- und Föllstraße ist augenblicklich in schlechtem Zustand, weil er wegen der Trambaustelle von schweren Fahrzeugen stark befahren wurde und muss ohnehin renoviert werden.

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