Ein Baum als Hochzeitsgeschenk

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Auf der Grünfläche an der Mindelheimer Straße wird schon bald die Pflanzung von Patenschaftsbäumen möglich sein.

Der Königsbrunner Stadtrat hat die Einführung von Baumpatenschaften beschlossen.

In der jüngsten Sitzung des Stadrats wurde über einen Antrag der SPD-Fraktion beraten, der in allen Wortmeldungen gelobt und dann einstimmig beschlossen wurde: Es soll bald möglich sein, dass Königsbrunner Bürger Patenschaften für Bäume auf öffentlichen Flächen erwerben. Der Ablauf wird so sein, dass man zunächst die Stadtverwaltung davon unterrichtet, dass man die Patenschaft eines Baumes für sich selbst oder als Geschenk für jemand anderen erwerben möchte. Daraufhin legt die Stadtgärtnerei eine Liste von Baumarten vor, die für den gewünschten Standort in Frage kommen. Zur Pflanzzeit im nächsten Herbst oder Frühjahr kauft die Stadt den Baum, transportiert ihn zum Standort, pflanzt ihn ein, stabilisiert ihn mit Pfählen und gießt ihn während der ersten Jahre, bis er fest angewachsen ist. Eine Plakette wird mit einem Text nach Wunsch des Baumpaten beschriftet. Anfangs wird sie an einem der Verankerungspfähle befestigt, später auf einer Steinstele neben dem Baum. Darauf könnte etwa stehen: „Diese Buche wurde gepflanzt anlässlich der Hochzeit von Florian und Marie Mustermann im Jahre 2020“. Natürlich könnte der Anlass auch eine Geburt, eine Taufe, ein Hochzeitstag, ein runder Geburtstag oder ein Firmenjubiläum sein. Oder es steht dort einfach der Name des Spenders oder einer Gruppe von Spendern, das wäre dann ein sogenannter „Bürgerbaum“. Auch Schulklassen können als Spendergruppe auftreten.

Die anfallenden Kosten wird zu rund zwei Dritteln die Stadt tragen, zu einem Drittel der Baumpate. Wie Stephanie Detke, die Leiterin des städtischen Betriebshofs, in der Sitzung darlegte, belaufen sich die Kosten bei einem Bäumchen der notwendigen Mindestgröße mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimetern auf insgesamt 700 bis 1000 Euro, wovon der Pate 250 bis 300 Euro übernehmen sollte. Soll ein größerer Baum mit 20 bis 30 Zentimetern Stammumfang gepflanzt werden, liegen die Kosten etwas höher. Wer sich an einem „Bürgerbaum“ beteiligen möchte, sollte 50 Euro beisteuern. Es soll auch möglich sein, die Patenschaft für einen bereits vorhandenen Baum zu übernehmen, was 400 bis 500 Euro kosten wird. Möglich sei auch die Pflanzung von Obstbäumen, die Früchte können allerdings von allen Bürgern geerntet werden, nicht nur von den Baumpaten, so Detke.

Als mögliche Standorte schlug Detke den Rosenpark und den Grünzug an der Mindelheimer Straße vor. Sobald die Neuplanung des Sport- und Freizeitparks West abgeschlossen ist, können auch hier Patenschaftsbäume gepflanzt werden. Für weitere Standortwünsche ist die Stadtverwaltung offen, wie Detke versicherte. Denkbar sei auch, verschiedene Patenschaftsbäume zu einem „Waldlehrpfad“ zusammen zu stellen oder, wenn sich mehrere Paten für Obstbäume entscheiden, eine neue Streuobstwiese anzulegen.

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