Osttangente: Vierter Abschnitt kommt nicht

Das Aktionsbündnis "Keine Osttangente" demonstrierte immer wieder gegen die Trassenführung

Der vierte Bauabschnitt der Osttangente wird vorerst nicht realisiert. Die Trassenführung zwischen Mering und der B17 bei Oberottmarshausen ist im überarbeiteten Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) nur noch als „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft. Das bedeutet: Für die kommenden 15 Jahre ist dieses Projekt vom Tisch. Die Osttangente an sich bleibt bis auf jenen vierten Bauabschnitt im vordringlichen Bedarf.

Der Bundestagsabgeordneten für Augsburg und Königsbrunn, Volker Ullrich (CSU), spricht von "guten Nachrichten für die Region Augsburg". Diese Einstufung sei auch "das Ergebnis des berechtigten und inhaltlich fundierten Protestes gegen die bisherige Trassenüberlegung am Rande Königsbrunns in unmittelbarer Nähe der Trinkwassererfassungsbereiche", so Ullrich.

"Jetzt steht mehr Zeit zur Verfügung, weitere und andere Planungsüberlegungen langfristiger Art für die Lechquerung anzustellen", zeigt sich Ullrich zufrieden. Zu diesen zu prüfenden Trassenvarianten gehören "auf alle Fälle die bislang diskutierte Trassenführung östlich des Lechs mit einer südlichen Lechquerung in Höhe der Lechstaustufe 22 oder in Höhe von Schwabstadl", so der Bundestagsabgeordnete.

Nach dem Beschluss im Bundeskabinett Anfang August werden im Herbst über die Ausbaugesetze zum Bundesverkehrswegeplan im Bundestag abgestimmt.

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