Region: Landsberg

Tote Katzen nahe der B17 gefunden – Gutachten: Tiere wurden erschossen

Wegen mehrerer toter Katzen ermittelte die Landsberger Polizei. Ein Täter konnte jedoch nicht gefasst werden (Symbolbild).

Mehrere tote Katzen waren im Laufe der vergangenen zwei Jahre nahe der B17 aufgefunden worden. Nachdem zunächst davon ausgegangen wurde, dass die Tiere erschlagen wurden, ergab ein Gutachten der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München: Die Tiere wurden erschossen. Dennoch stellt die Polizei nun die Ermittlungen ein. Es habe kein Täter ausgemacht werden können.

Die getöteten Tiere wurden an der B17 auf Höhe Igling gefunden. Der Verein „Katzentatzen“ meldete der Polizeiinspektion Landsberg im Zeitraum von Juli 2019 bis Februar 2020 insgesamt elf tote Katzen an der B17. "Bei der ersten Mitteilung Mitte 2019 waren die Tiere bereits so stark verwest, dass keine Aussage mehr über eine Todesursache geführt werden konnte", berichtet die Polizei. Zudem konnten die Tiere auch keinem Besitzer mehr zugeordnet werden. Als die zweite Mitteilung im Februar 2020 bei der Polizei Landsberg einging, wurden sieben tote Katzen aufgefunden. "Ein Teil der Tiere wurde noch vor Ermittlungsaufnahme im Auftrag des Vereins ,Katzentatzen' von einem Tierarzt untersucht", erklärt die Polizei. Als Todesursache sei festgestellt worden, dass die Tiere erschlagen worden seien.

Ermittlungen im Jagdrevier Unterigling

Im Zuge der Ermittlungen ordnete schließlich die Staatsanwaltschaft Augsburg ein Gutachten der Tierpathologie der LMU an, um die genaue Todesursache festzustellen. Das erste tierärztliche Untersuchungsergebnis sei dabie widerlegt worden. Das Gutachten der LMU ergab, dass die Tiere nachweislich nicht erschlagen, sondern erschossen wurden. Es sei ein Zerlegungs- beziehungsweise Teilmantelgeschoss festgestellt worden.

Im Anschluss an das Gutachten ermittelte die Polizei im Jagdrevier Unterigling. Es seien unter anderem einige Zeugen vernommen worden. "Jedoch konnte trotz umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen, welche über ein halbes Jahr in Anspruch nahmen, am Ende kein Täter ermittelt werden", schließt die Polizei ihren Bericht. (pm/jaf)

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