Was tun gegen Mobbing am Arbeitsplatz?

von LeserReporter Jürgen von der Ohe aus Langerringen

Am 26.09.2020 erschien in der Printausgabe ein Beitrag von Frau Felicitas Schmidt zum Thema "Was tun gegen Mobbing am Arbeitsplatz?". Ergänzend hierzu möchte ich anmerken, dass ein Gespräch mit dem Vorgesetzten leider nicht unbedingt eine Lösung des Problems herbeiführen kann.

Wohl dem, der Vorgesetzte hat, die ihre diesbezüglichen Aufgaben und Pflichten kennen und auch danach handeln!

Aber was ist, wenn der Vorgesetzte wegschaut?

Was ist, wenn der Vorgesetzte nicht gegen das intrigierende „Team“ vorgehen mag, weil er durch den zu erwartenden Ärger Angst um seine Geschäfte hat?

Was ist, wenn er deshalb einer langjährigen und verdienten Mitarbeiterin jegliche Hilfe und Unterstützung versagt, obwohl sie nachweislich durch das „Team“ beruflich und gesundheitlich geschädigt wird?

Dann hilft nur noch der Gang vor das Gericht, um sich gegen die Kollegen zur Wehr zu setzen.

Nach meiner Erfahrung sind die bayrischen Gerichte jedoch nicht sonderlich interessiert, Fällen von Mobbing nachzugehen. Staatsanwaltschaften winken gleich dankend ab (keine  Relevanz, alles halb so wild!). Vor dem Arbeitsgericht kostet es dann eine unwahrscheinliche Kraft und Anstrengung, um wenigstens einen allerdings windelweichen Vergleich zu erstreiten, der der Betroffenen überhaupt nichts nützt. Wenn der Richter dann noch lapidar feststellt, dass der Arbeitgeber wohl eine erhebliche Mitschuld an der Situation trägt, mag dies zwar eine Genugtuung sein, ändert jedoch überhaupt nichts an der kläglichen Situation der Betroffenen.

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