Ausgangsbeschränkungen haben Auswirkungen auf den Zugverkehr in der Region

Die Züge der BRB und BOB fahren nur noch im Stundentakt.

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern haben nun auch Auswirkungen auf den Zugverkehr in der Region Augsburg. Mit dem Inkrafttreten der neuen Regelung werden die Bayerische Regiobahn (BRB) und die Bayerische Oberlandbahn (BOB) ab kommender Woche ihren Fahrplan anpassen.

Der öffentliche Personennahverkehr gilt als systemkritische Infrastruktur. Daher hätten die BRB und die BOB ihren Fahrplan bislang weitgehend aufrechterhalten, so die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ab der kommenden Woche soll der Betrieb allerdings eingeschränkt werden. Nötig hätten dies unter anderem vorsorgliche Freistellungen von Mitarbeitern, aber auch Krankmeldungen gemacht.

Auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB, das bedeutet die Strecken Augsburg – Schongau, Augsburg – Ingolstadt – Eichstätt, Augsburg/München – Füssen und Augsburg – Landsberg, wird das Zugangebot ab Mittwoch, 25. März und zunächst bis 19. April auf stündliche Angebote reduziert.

Grenzübergreifender Verkehr wird teilweise wiederaufgenommen

Eine Außnahme bildet der grenzüberschreitende Verkehr auf den Strecken München – Rosenheim – Salzburg/Kufstein, der aktuell noch unterbrochen ist. Die Meridianzüge wenden in Freilassing beziehungsweise Kiefersfelden. Ab 25. März soll der Verkehr zwischen Freilassing und Salzburg allerdings wieder aufgenommen werden, da man mit den Polizeibehörden praktikable Lösungen zur Durchführung der Grenzkontrollen gefunden hätte. Der grenzübergreifende Verkehr zwischen Kiefersfelden und Kufstein bleibt ausgesetzt. Die Pendelfahrten zwischen München und Deisenhofen entfallen ebenfalls.

Im Falle der BRB-Strecken Augsburg-Schongau und Augsburg-Ingolstadt fahren die Züge bereits seit 18. März nur noch stündlich. Dieser Stundentakt wird voraussichtlich bis zum 19. April verlängert.

"Wir bedauern die Einschränkungen"

„Wir bedauern die Einschränkungen außerordentlich, sind uns jedoch auch der Tatsache bewusst, dass wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, obwohl wir zur systemkritischen Infrastruktur gehören“, so Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und Bayerischen Regiobahn GmbH. „Unseren Mitarbeitenden gegenüber lassen wir die größtmögliche Fürsorgepflicht walten: Sei es aus gesundheitlichen oder anderen wichtigen Gründen notwendige Freistellungen."

Die Einschränkungen seien dem aktuellen Personalmangel aufgrund der Corona-Krise bedingt. Mitarbeiter mit Vorerkrankungen, die das Infektionsrisiko erhöhen, seien angehalten, sich mit dem Bahnarzt in Verbindung zu setzen, um die Notwendigkeit einer Freistellung zu klären. Einen bestätigten Corona-Fall in der Belegschaft des Unternehmens gebe es bislang jedoch nicht. (pm)

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