Brennelemente-Wechsel in Zeiten von Corona: Revision im Kernkraftwerk Gundremmingen

Zusätzliches Container-Gebäude mit Büroräumen.

Das Kernkraftwerk Gundremmingen wird planmäßig am Samstag, 13. Juni, für die diesjährige turnusmäßige Revision mit Brennelemente-Wechsel, die circa vier Wochen dauern wird, heruntergefahren.

Um den im Zuge der Corona-Pandemie gegenwärtig notwendigen Rahmenbedingungen zu entsprechen, sei der bereits seit März im Kraftwerk geltende erweiterte Infektionsschutz durch umfangreiche zusätzliche Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen intensiviert worden, so der Betreiber in einer Presseerklärung.

Die zusätzlichen Hygieneregeln und das Vorsorgekonzepte reichen von Körpertemperaturmessungen vor Betreten der Anlage, Selbstauskunftsbögen, Abstandregelungen für Personen, zusätzlicher Belehrung der Mitarbeiter, Anweisungen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bis hin zur Verdichtung von Desinfektionsspendern in häufig frequentierten Arbeitsbereichen. Zusätzliche Containergebäude mit Büros und Umkleiden sowie mehrere Kantinenzelte wurden errichtet, um die auf der Anlage tätigen Personen größtmöglich zu entzerren. Zudem werden die Mitarbeiter der Partnerfirmen zeitlich versetzt ihre Tätigkeiten aufnehmen, um den zeitgleichen Personendurchfluss in stärker frequentierten Bereichen zu verringern.

Die Einhaltung der Regeln zum Gesundheitsschutz werde durch eigens während der Revision tätige Corona-Schutz-Beauftragte auf dem gesamten Gelände überwacht. Alle Gesundheitsschutzmaßnahmen seien im Vorfeld mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Günzburg abgestimmt worden.

Der Fokus der Revision liege auf Prüfungen und Nachrüstungen an sicherheitstechnisch relevanten Komponenten der Kühlkreisläufe. Die Anlage, die noch bis Jahresende 2021 in Betrieb sein wird, werde "auf dem neuesten und sichersten Stand der Technik gehalten“, so Gerhard Hackel, stellvertretender Kraftwerksleiter. Zu Beginn der Revision werden die bisher im Reaktor befindlichen Brennelemente turnusmäßig überprüft. Beim Brennelemente-Wechsel werden 100 neue Brennelemente eingesetzt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 12 Millionen Euro.

Voraussichtlich nach vier Wochen Revisions- und Wartungsarbeiten wird das Kraftwerk wieder mit dem Netz synchronisiert werden. (pm)

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