Elternvertreter der Hermann-Schmid-Akademie bitten Stadtrat um Hilfe

Elternvertreter der Hermann-Schmid-Akademie bitten die Augsburger Stadtratsfraktionen um Hilfe bei der Suche nach einem neuen Träger.

Elternvertreter der Hermann-Schmid-Akademie haben Alternativen für die Zukunft der Schulen vorgestellt. Die Stadt Augsburg hat der Elternschaft eine viertägige Frist, die heute endet, für die Suche nach einem neuen Träger gesetzt. Nun wenden sich die Elternvertreter an die Stadtratsfraktionen und bitten um Unterstützung.

Vergangenen Freitag hatten sich Mitglieder eines „Runden Tisches“ getroffen, um Möglichkeiten zur Erhaltung der Einrichtung mit knapp 600 Schülern und etwa 80 Lehrern und Verwaltungsangestellten zu diskutieren. Diese "Task-Force" bestand aus der Elternschaft, der Schulleitung der Rudolf-Diesel-Realschule und Jakob-Fugger-Wirtschaftschule, der Familie Schmid (Geschäftsführer und Prokuristin), Oberbürgermeister Kurt Gribl, Finanzreferentin Eva Weber, Bildungsreferenten Hermann Köhler sowie dem Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Schwaben Bernhard Buchhorn.

Die Elternvertreter stellten zwei Alternativen für eine Weiterführung der HSA vor. Einerseits könnte der Förderverein der Akademie, bestehend aus der Familie Schmid und ihrem Anwalt, dem Verkauf der Immobilie an einen anderen Träger zustimmen oder der Förderverein tritt als Vermieter der Immobilie an einen neuen Träger auf. "Bei beiden Varianten könnten Schüler, Lehrer und Verwaltungsangestellte übernommen werden und der Schulbetrieb in seiner bewährten Struktur erhalten bleiben", erklärten die Vertreter der Eltern.

Im Ergebnis forderte die Stadt, innerhalb von vier Tagen bis heute, Vorschläge für eine Trägerschaft für das gesamte Unternehmen HSA zu unterbreiten. Ansonsten komme es zu einer Zerschlagung der HSA.

Die Elternvertreter bitten nun Vertreter der Stadtratsfraktionen, sie bei der Suche nach einem Träger für die HSA zu unterstützen. Mit einem Aufruf an die Stadtratsmitglieder wurden diese darüber in Kenntnis gesetzt. Es sei ein großes Anliegen der Elternvertreter, die HSA in ihrer jetzigen Form in eine neue Trägerschaft zu übernehmen, um "das bewährte Gesamtkonzept mit der hohen Qualität in der Ausbildung, für das die HSA bekannt ist und bei Wirtschaftsunternehmen geschätzt wird, beizubehalten".

Die Stadtratssitzung, die am Donnerstag hätte stattfinden sollen, wurde allerdings am Dienstag wegen Corona abgesagt. (pm/pb)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X