Erneutes Chaos-Catering auf dem Margeritenball

Auch heuer sorgt die Bewirtung des Galaballs in der Stadthalle für Unzufriedenheit

In der Friedberger Stadthalle erlebten die Besucher des Margeritenballs erneut ein Catering-Desaster.

Der Friedberger Margeritenball sollte am Samstag das Catering-Desaster aus dem vergangenen Jahr vergessen machen. Doch auch heuer sorgte die Versorgung der Gäste mit Speis und Trank für Ärger unter den Besuchern.

Veranstaltungsort für den Galaball der Margerite war wie gehabt die Max-Kreitmayr-Halle. 2019 bewirtete das in der Halle befindliche Restaurant "Angus Club" die Feiernden. Geschäftsführer Edris Zazai bedauerte die Zustände danach sehr und erklärte, dass das Desaster auf eine Auseinandersetzung innerhalb des Servicepersonals zurückzuführen gewesen sei. Anschließend verließ ein Großteil der Bedienungen die Veranstaltung. Freiwillige Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Aichach-Friedberg, das die Organisation veranstaltete, und sogar ein Gast übernahmen damals die Bewirtung. Zudem bat Bürgermeister Roland Eichmann Susanne Wernberger, Chefin des Goldenen Sterns Rohrbach, um Hilfe.

Nach dem Galaball kündigte Zazai an, freiwillig auf das Recht auf Bewirtung verzichten zu wollen.

Veranstalter haben seitdem eine Wahlfreiheit in der Halle, ob sie die Bewirtung selber übernehmen wollen oder vergeben. So haben es die Verantwortlichen beschlossen. Doch auch in diesem Jahr schnitt der Caterer keinesfalls besser ab. Der Culinaria Partyservice Augsburg freute sich laut Einladungskarte darauf, die Gäste mit einer größeren Auswahl als im vergangenen Jahr verwöhnen zu dürfen. Die Speisen sollten an den Tisch serviert werden.

Acht Bedienungen mit 540 Gästen völlig überfordert

Schlussendlich wartete der Caterer lediglich mit acht Servicekräften auf, was lange Wartezeiten zur Folge hatten. "Da habe ich schon zu Beginn gemerkt, dass das nicht klappen kann", sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Erdin. Der Caterer habe nach mehreren Ortsbesichtigungen im Vorfeld versichert, dass die langen Laufwege keine Probleme für sein Team seien. Teilweise mussten die 540 Gäste für ein Glas Wasser etwa eine Stunde Wartezeit einplanen und durften es dann aus einem Sektglas schlürfen, da die Gläser nach kurzer Zeit ausgingen. Viele Besucher holten sich ihre Getränke selbst und auch die Qualität des Essens entsprach nicht dem, mit dem der Caterer geworben hatte. Schließlich rief der Organisator Ehrenamtliche des BRK zu Hilfe, die im Service einsprangen. Zudem verständigte man wie im Vorjahr den Goldenen Stern, der dafür sorgte, dass die Bewirtung der Gäste gewährleistet war

"Das ist sehr ärgerlich und es tut mir Leid für die Leute", erklärt Erdin. Dennoch blickt er optimistisch auf die Veranstaltung im nächsten Jahr, denn mit Stefan Fuß vom Goldenen Stern wurde bereits per Handschlag beschlossen, dass er, nachdem er zwei Mal aushelfen musste, nun gleich das Catering übernimmt. Die Besucher ließen sich durch das erneute Catering-Malheur die Stimmung nicht vermiesen, genossen die Tanzshows der Faschingsgesellschaften "Lach Moro" Mering, "Laudonia" aus Lauingen und den "Crazy Dancers" aus Mering und feierten bis 3 Uhr nachts.

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