Region: Aichach|Friedberg

Helferkreis Asyl Erdweg unter neuer Leitung

Neue und alte Leitung des Helferkreises Erdweg (von links): Daniela Obert, Monika Sedlatschek, Maria Braun und Petra Böck.

Seit Juli haben Petra Böck und Daniela Obert die Koordination des Helferkreises übernommen.

Leider musste sich das Team vom Helferkreis Asyl von seinen langjährigen Leiterinnen und Koordinatorinnen Monika Sedlatschek und Maria Braun verabschieden. Seit Juli haben Petra Böck und Daniela Obert die Koordination des Helferkreises übernommen, wie die Gemeinde Erdweg in einer Pressemitteilung informiert.

Nachdem im Jahre 2013 zwölf Asylsuchende in einer privaten Unterkunft in Walkertshofen und 52 Asylbewerber im Jahre 2014 in der Modulunterkunft in Erdweg Aufnahme fanden, erweiterte sich der Helferkreis von anfänglich zehn auf circa 30 Personen.

In erster Linie bestanden die Aufgaben der Helfer darin, den geflüchteten Menschen Orientierung in einer für sie neuen Welt und Kultur zu geben. Ebenso wurden die Asylbewerber bei Behördengängen und Arztbesuche begleitet, zahlreiche Anträge ausgefüllt, nach Arbeitsplätzen gesucht und für Jugendliche Plätze in der Berufsschule belegt. Ein großer Teil der geleisteten Unterstützung bestand darin, in Kleingruppen die deutsche Sprache zu lehren. Bei all diesen Hilfsangeboten stand immer im Vordergrund, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Deshalb ist das Team stolz, wenn wieder einer seiner Schützlinge den Weg in die Selbständigkeit geschafft hat. Nur in einer Sache konnten sie die anerkannten und in Arbeit stehenden Menschen (die sogenannten Fehlbeleger) nicht zufriedenstellend unterstützen, nämlich passenden Wohnraum zu finden.

Mittlerweile hat sich das Bild in der Unterkunft an der Arnbacher Straße sehr verändert. Vom Landratsamt wurden vermehrt Familien oder Frauen mit Kindern nach Erdweg verlegt. Dadurch änderte sich auch für die Helfer die Art der Unterstützung. Außerdem wurde zusätzlich täglich für ein paar Stunden ein "Kümmerer" vor Ort, der die anfallenden Hausmeistertätigkeiten übernimmt eingesetzt.

Mittlerweile suchen 44 Personen, davon neun Kinder zwischen fünf Monaten und vier Jahren, in Zuflucht. Sie kommen aus Nigeria, Somalia, Senegal, Eritrea, Afghanistan, Syrien und aus dem Irak. Den größten Anteil bilden die Menschen aus Nigeria und Somalia. Monika Sedlatschek und Maria Braun können nach ihrer langen Zeit als Leiterinnen des Helferkreises auf viele Erfolge zurückblicken. Die meisten Asylbewerber sprechen verständliches Deutsch, haben den Hauptschulabschluss geschafft, machen eine Lehre oder arbeiten. (pm)

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