Sonderausstellung zum Thema Holzbau in Oberschönenfeld

Die Ausstellung "Bauen mit Holz in Bayrisch-Schwaben" im Naturparkhaus Oberschönenfeld ist noch bis 10. Januar zu sehen.

100 Architekturporträts zeigen, dass der Holzbau in Bayerisch-Schwaben weit über das Einfamilienhaus hinausgewachsen ist.

Das jährlich nachwachsende Holz aus Bayerisch-Schwaben würde für den Bau von 60 000 Einfamilienhäuser ausreichen. Mit diesem Holz könnten auch andere Bauvorhaben realisiert werden. Dies zeigt die Ausstellung „Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben“. Über 100 Architekturporträts werden geboten und beweisen, dass der Holzbau in Bayerisch-Schwaben weit über das Einfamilienhaus hinausgewachsen ist. Die Sonderausstellung kann im Naturpark Oberschönenfeld noch bis 10. Januar 2021 besucht werden.

Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben: Eine Erfolgsgeschichte

In den vergangenen 15 Jahren schaffte der Holzbau in und aus Schwaben zahlreiche architektonische Highlights: Der Metropol Parasol, das neue Wahrzeichen von Sevilla, wurde aus der Holzbaukompetenz eines Aichacher Unternehmens erbaut. Die Modelle des Originalgebäudes und einige Wohngebäude der Augsburger Grüntenstraße, vor und nach der Modernisierung, können mit vorgefertigten Holzfassaden in der Ausstellung betrachtet werden. In Wort und Bild werden über 100 weitere Holzbau-Projekte in Schwaben porträtiert. Darunter das preisgekrönte Schmuttertal-Gymnasium Diedorf, innovative Bürogebäude, Kindergärten und Sakralbauten, als Beispiel die sieben Kapellen in Holzbauweise, an Radwegen in den Landkreisen Dillingen und Augsburg.

Die Geschäftsführerin Eva Liebig berichtet, dass sie stolz sei, die Ausstellung in den Räumen des Naturparks zeigen zu können. Das Parkgebiet wird mit fast 45 Prozent Wald bedeckt. Präsentiert wird die Ausstellung an eigens erbauten Holzwänden, einem "Holz-Abfallprodukt". Diese wurden als Innenraumbekleidung beim Bau der Apostelin-Junia-Kirche im Sheridan Park als Verkleidung von Rollladenschienen genutzt. Frank Lattke, Architekt und Mitglied des Netzwerks Holzbau und Kurator der Ausstellung, freut sich, dass der Holzbau in den vergangenen 15 Jahren eine enorme Entwicklung erleben durfte. Er berichtet, dass die schwäbischen Holzbau-Unternehmen an der Ausstellung einen wichtigen Anteil haben.

Vom Baum zum Bau: klimaneutraler Baustoff der Zukunft und Wirtschaftsmotor

Landrat und erster Vorsitzender des Naturparks Ausburg-Westliche Wälder Martin Sailer betont, dass das Bauen mit Holz in der Region besonders nah liege. Zudem ist Bayrisch-Schwaben eine der waldreichsten Gegenden Deutschlands und nimmt in Mitteleuropa eine sehr gute Stellung ein, daraus ergebe sich ein enormes Kapital. Holz sei seiner Meinung nach der Baustoff des 21. Jahrhunderts, da er nachhaltig und technologisch entwicklungsfähig wäre. Dies seien traditionsreiche, ökonomische und ökologische Vorzüge, die Holz zu einem zukünftigen Baustoff mache. Holz hab auch in der Wirtschaft eine große Bedeutung, denn der Weg vom Baum zum Bau beschäftige in der Region fast 30 000 Personen in der Forst- und Holzwirtschaft.

Baukompetenzregion Augsburg

Die Veranstaltung wird vom Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum präsentiert, in dem sich Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette Forst und Holz aus der Region zusammengeschlossen haben. Das Ziel dieser Vernetzung war, die vielseitigen Holzbauten in der Region bekannter zu machen, so Martina Medrano. Die Projektleiterin des Regionalmanagements der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH initiierte vor über zehn Jahren das Netzwerk Holzbau mit. Durch die Vereinigung werde Architekten, Planern und Bauherren die Gelegenheit geboten, Projekte vor Ort zu besuchen oder im Rahmen der Veranstaltungsreihe renommierte Referenten nach Augsburg eingeladen.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Regionalmanagements im Wirtschaftsraum Augsburg realisiert und vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt und ist im Naturpark-Haus Oberschönenfeld von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, zu besuchen. Weitere Informationen gibt es auf www.naturpark-augsburg.de und www.netzholzbau.de. Führungen können in kleinen Gruppen mit maximal vier Personen an den Freitagen 20. November und 18. Dezember stattfinden. Die dazu notwendige Anmeldung ist möglich unter Telefon 08238/30 01 32. (pm)

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