Region: Augsburger Land

Grundschule Meitingen: Erweiterung oder Neubau?

von Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Die Meitinger Grundschule am Fiakerpark ist fast am Ende ihres Aufnahmevermögens für Schulkinder. Nun ist die Frage, soll eine neue Schule gebaut werden oder das bestehende Gebäude eine Erweiterung erfahren?

Grundschule und Hort stoßen durch die steigende Zahl von Kindern an die Grenzen ihres Raumangebots.

Eine Erweiterung der Meitinger Grundschule steht unumgänglich in nächster Zeit im Raum, da in der Marktgemeine die Zahl der schulpflichtiger Kinder und die Geburtenrate immer größer werden. Dieses Thema stand somit im Fokus einer Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Werksausschusses.

Als notwendig befunden wird dabei eine Erweiterung der Grundschule von bisher vier auf fünf Züge sowie des Hortes auf sechs bis sieben Gruppen. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass eine Machbarkeitsstudie in Bezug auf die Schulvergrößerung ausgearbeitet werden soll nachdem der Geschäftsführer und Architekt der Städtischen Kommunalberatung Gunther Wild den Anwesenden ein solches Vorgehen erläuterte. Dabei soll in einem zweistufigen Konzept festgestellt werden, ob eine etwaige Erneuerung des bisherigen Schulgebäudes oder eventuell ein Neubau den Vorzug erhält und eine sinnvollere Lösung wäre. Die Kosten einer solchen Studie beziffert Wild für den Markt Meitingen auf zwischen 20 000 und 50 000 Euro.

Im Mai 2022 rechnet der Architekt mit der konkreten Vergabe des Auftrages. Wild erklärte dazu noch, dass eine Erweiterung durchaus Vorrang habe, ein Vergleich im Zuge der Studie jedoch sinnvoll sei.

Marktrat Matthias Mark (SPD) erinnerte daran, dass bereits im Jahre 2016 Überlegungen zur Grundschulerweiterung im Raum standen: „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Mark. Dritter Bürgermeister Rudolf Helfert (Freie Wähler) wollte wissen, ob für das Verfahren eine zeitliche Einschränkung möglich wäre, denn es sei bereits fünf nach zwölf und nicht erst fünf vor zwölf. Anhand seiner Erfahrung mit anderen derartigen Studien riet Wild davon ab. Zweite Bürgermeisterin Claudia Riemensperger (CSU) bezeichnete einen Abriss der Grundschule als fatal, da in den vergangenen Jahren in das Gebäude doch einiges investiert worden sei. Das bestätigte Grundschulleiterin Claudia Pschorr: „Das Gebäude ist bis in die Kellerräume saniert, barrierefrei und digitalisiert!"

In der Runde kam auch ein eventueller Schulneubau an einem anderen Standort ins Gespräch, eine Möglichkeit die Bürgermeister Michael Higl jedoch ausschloss.

Ein weiterer Tagespunkt im Laufe der Versammlung betraf das Erlinger „Haus der Kinder“ am Eichenweg des Meitinger Ortsteil. In Erlingen sorgt laut Higl die innerörtliche Nachverdichtung, aber auch die Ausweisung neuer Baugebiete für eine steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Derzeit biete der Erlinger Kindergarten Raum für drei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Eine vierte Kindergruppe wird derzeit in Containern neben dem Haus für Kinder betreut. Auch hier soll eine Machbarkeitsstudie über eine Erweiterung der jetzigen Einrichtung oder ein Neubau nähere Aufschlüsse geben. Laut Bürgermeister werde der Marktgemeinderat noch lange mit dieser voraussichtlich größten Investition der kommenden Jahre beschäftigt sein.

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