Investitionsstau in Meitingen

von LeserReporter Peter Heider aus Meitingen
Der Baubeginn von Häusern und Wohnungen an der Do-nauwörther Straße zieht sich sich aufgrund archäologi-scher Grabungen immer mehr in die Länge

Freie Wähler - Marktgemeinderäte wollen mehr „gestalten statt verwalten“
Meitingen. Zu ihrer alljährlichen Haushaltsklausur hat Meitingens FW-Fraktionschef Fabian Mehring die neun Markträte der Meitinger Freie Wähler Fraktion eingeladen. Dabei diagnos-tizierten die Kommunalpolitiker dem Mittelzentrum im Lechtal durchaus eine „wachsende Dis-krepanz zwischen guten Ideen und tatsächlicher Umsetzung“, die jedoch zwischenzeitlich zu einem veritablen „Investitionsstau“ im Mittelzentrum angewachsen sei. Wie Landtagsabge-ordneter Mehring erklärt, hätten sich die Ratsfraktionen zu Beginn der Wahlperiode partei-übergreifend ein ambitioniertes Programm vorgenommen. In den letzten Jahren, erklärte der Landtagsabgeordnete weiter, hätte sich daraus ein „Feuerwerk der Ideen“ für die Zukunft Meitingens entwickelt, deren zielgerichtete Umsetzung aber noch nicht den Erwartungen entspricht. Wichtige Projekte, erklärte Mehring, wurden im Rahmen der mittelfristigen Finanz-planung immer wieder auf die Folgejahre, sprich lange Bahn, verschoben. Dadurch sind Haushaltsreste von über vier Millionen aufgelaufen. Im nächsten Jahr stehen nun Investiti-onen von über 12 Millionen Euro auf der Agenda, für deren Umsetzung eine Halbierung un-serer Rücklagen nötig wäre, was niemand ernstlich wollen kann“, so der Fraktionschef. Vor diesem Hintergrund haben die parteifreien Markträte bei ihrer Klausur beschlossen, bewusst keine neuen Investitionsideen in die aktuellen Haushaltsberatungen einzubringen und statt-dessen eine geordnete Realisierung der bereits beschlossenen Maßnahmen einzufordern. Wir müssen, waren sich die Markträte einig, wieder zu einer mittelfristigen Finanzplanung kommen, die Wunsch und Wirklichkeit realistisch abbildet. Es ist Zeit den Fokus vom Planen und Verwalten auf das tatsächliche Gestalten zu verlagern“, fordert Mehring. Als Beispiele nennt der Kommunal- und Landespolitiker die zähe Umsetzung des neuen Wertstoffhofes oder das Stocken des Baugebietes an der Donauwörther Straße und verweist auf weitere Hausaufgaben wie etwa beim Hochwasserschutz in Langenreichen, den Straßensanierun-gen in Herbertshofen, dem Neubau eines Kindergartens im Kernort, dem barrierefreien Aus-bau des Bahnhofs oder der Gestaltung einer grünen Mitte auf der Schlosswiese. Um all die-sen Aufgaben gerecht werden zu können empfehlen die Freien Wähler Bürgermeister Micha-el Higl zudem eine personelle Verstärkung in der Verwaltung: „Unsere derzeitigen Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job. Alleine um die bereits beschlossenen Projekte zeitnah umzusetzen, brauchen wir an neuralgischen Stellen im Rathaus mehr Kapazitäten, um alle Aufgaben zu stemmen. Herausforderungen wie die Debatte um das Lech-Stahlwerk binden im Bauamt erhebliche Ressourcen, die nicht zu einem Flaschenhals für andere Maßnahmen verwendet werden dürfen“, so Mehring abschließend.

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