Lassen Verkehrsminister den Landkreis im Stich ?

von Leserreporter Peter Heideraus Meitingen

Drittes Gleis nach Donauwörth muss endlich realisiert werden
Meitingen/Landkreis Augsburg.. Eine „never ending story“, so befürchten lokale Politiker der Freien Wähler, könnte das Thema drittes Gleis für den nördlichen und westlichen Landkreis Augsburg werden. Auf eine Anfrage von Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle antworte-te das Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dass mit einem bal-digen Planungsbeginn des dritten Gleises von Augsburg nach Donauwörth nicht zu rechnen sei. Derzeit könne laut Antwortschreiben noch keine Angabe darüber gemacht werden, wann überhaupt ein Planungsauftrag an die DB Netz AG erteilt werden kann. „Das ist deprimier-end“, meint dazu MdL Fabian Mehring, Während Kommunen wie die Stadt Gersthofen ihre Hausaufgaben machen und Mobilitätskonzepte zur Entlastung von Straßen erstellen, sind andere politische Ebenen inaktiv“, betont Landratskandidatin Melanie Schappin. Dabei sei das eines der essenziellen Themen, mit denen wir uns insbesondere im Ballungsgebiet um Augsburg befassen müssen. „Wir erleben es jeden Tag auf den Bundesstraßen 2, B 17 und B300 wie in den Morgenstunden der Verkehr zusammenbricht und auch des öfteren zum Ste-hen kommt. Es war nie wichtiger, die Straßen zu entlasten und den Schienenverkehr attrak-tiver zu machen“, so Schappin. Denn durch zunehmenden Güterverkehr auf den Strecken nach Augsburg müsse man schauen, dass der Personenverkehr nicht noch eingeschränkt wird. „Jetzt haben wir schon seit über zehn Jahren bayerische Minister in dieser Zuständig-keit in Berlin und trotz-dem geht nichts voran. Es muss das Ziel aller politisch Aktiven im Landkreis sein, dass das dritte Gleis nicht nur in Sonntagsreden vorkommt“, sagt FW Kreis-vorsitzender Tobias Kunz aus Nordendorf. „Wir brauchen die dritten Gleise nach Norden und Westen immer dringender, um den schon lange zugesagten RegioSchienen-Takt umsetzen zu können. Nur so kann es gelingen, einen zuverlässigen und funktionierenden ÖPNV zu schaffen.“, ergänzt Kreisvorsitzende und Kreisrätin Claudia Schuster. Michael Wörle macht sich indes an die Arbeit ohne Rückenwind von Bund und Bahn. „Wir werden in Gersthofen trotz allem ein modernes Mobilitätskonzept auf die Beine stellen. Unser 360-EUR-Ticket war nur ein erster erfolgreicher Baustein“, will Bürgermeister Michael Wörle nicht locker lassen.

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