Meitinger Unternehmer demonstriert Inklusionsbereitschaft

von LeserReporter Peter Heider aus Meitingen
Freuen sich darüber, dass das Wort Inklusionsmaßnah-men nicht nur ein leeres zukunftsloses Ansinnen bleibt, sondern durchaus erfolgreich praktiziert werden kann (von links) Markus Lohwasser, Jeanette Lohwasser , Fabian Mehring, Christoph Kli-mesch und (im Vordergrund) Benedikt "Benny" Loh-wasser.

Landtagsabgeordneter Fabian Mehring hilft dabei jungem Mann bei Weg durch den Behördendschungel
Meitingen. Einen Betriebsbesuch der besonderen Art hat der Meitinger Landtagsabgeord-nete Fabian Mehring bei einer Firma, die nur wenige Meter von seinem Stimmkreisbüro auf dem Meitinger Rathausplatz ihren Sitz hat, in diesen Tagen absolviert. Der parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion besuchte Benedikt Lohwasser aus Waltershofen an seinem neuen Arbeitsplatz. Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt ist in diesem Fall ein mühsam erkämpfter Erfolg, für den Mehring gemeinsam mit Benedikts Eltern Markus und Jeanette Lohwasser einige Bürokratiesteine aus dem Weg räumen musste. Der engagíerte und topmotivierte 21-jährige junge Mann, der auch Vorstandsmitglied im Inklusionsverein „Gemeinsam lebe, gemeinsam Lernen Augsburg“ ist, sitzt im Rollstuhl. „Die Chancen auf einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt tendierten lange gegen Null, doch nun konnte Ben-nys Wunsch nach einer Berufsanstellung verwirklicht werden, denn der an den Rollstuhl an-gewiesene junge Mann traf den Meitinger Unternehmer des örtlichen Beleuchtungsfachhan-dels etaLight Christoph Klimesch“, schildert der Landtagsabgeordnete.
Der Meitinger Unternehmer gab Benedikt eine Chance für eine Arbeitsstelle. „Wir haben schon sehr viel voneinander gelernt und ich bin wirklich froh, dass er bei mir arbeitet",  er-klärt Klimesch. Eine Geschichte, die auch Landespolitiker Mehring sichtlich begeistert: „Aus dem glücklichen Zusammentreffen von Benedikt Lohwasser und Christoph Klimesch ist ein Leuchtturm Projekt geworden, das Dank des unternehmerischen Mutes von Herrn Klimesch und Benedikts Wissens- und Arbeitseifer zeigt, das echte Inklusion auf dem ers-ten Arbeitsmarkt nicht nur möglich sei sondern auch gelingen kann, worauf wir alle sehr stolz sein können“, so Mehring.
Bevor es hierzu kommen konnte, galt es allerdings eine Reihe bürokratischer Hürden zu nehmen. Über Monate kämpften Benedikts Eltern sich durch den Behördendschungel um Fahrdienst, persönliche Assistenz und finanzielle Förderungen zu organisieren. Schließlich holten sie Landesparlamentarier Mehring ins Boot, der sich bei der Chefin der Arbeitsagetur und der Regierung von Schwaben für die Lohwassers stark machte. Auch wenn noch immer einige Details zu klären sind, gelang es auf diesem Wege für Benedikt eine für ihn wichtige Arbeitstelle zu finden. „Zwischenzeitlich hat sich sogar die Geschäftsführerin der Arbeitsagen-tur persönlich eingeschalten und die letzten Steine aus dem Weg geräumt“, freut sich der Ab-geordnete, der dabei aber auch einen Optimierungsbedarf im Zusammenspiel der beteiligten Behörden erkannt hat.
Deshalb wollen die Lohwassers, Arbeitgeber Christoph Klimesch und Fabian Mehring es auch nicht beim persönlichen Erfolg für Benedikt belassen. „Beim Betriebsbesuch“, so Fa-bian Mehring haben wir vereinbart, die Spitzenvertreter aller verfahrensbeteiligten Instituti-onen nach Meitingen einzuladen. Dabei wollen wir uns für die Hilfe bedanken und zeigen, was aus Benedikts Weg geworden ist. Zudem möchten wir aber auch klar machen, welche Bürokratie wir meistern mussten und Vorschläge zur Vereinfachung machen. Nicht jeder hat so engagierte und versierte Eltern wie Benedikt. Trotzdem darf erfolgreiche Inklusion nicht am Verwaltungsschimmel scheitern“, findet Mehring. Benedikt will damit anderen jungen Menschen mit seinem Schicksal helfen und strukturelle Hürden aus dem Weg räumen. „Bis zur Zusammenkunft mit den Verwaltungschefs wird der angehende Beleuchtungsfachmann aber erstmal weiterhin dafür sorgen, dass seinen Kunden das rechte Licht aufgeht und dabei selbst ein Leuchtturm für gelingende Inklusion sein“, sind sich die Eltern Markus und Jeanette sowie Fabian Mehring und Christoph Klimesch, einig.

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