Michael Higl übergibt im Namen der Blandina-und-Joseph-Hindermayr-Stiftung einen Früh-Defi an die Langenreichener Feuerwehr

von LeserReporter Steffi Brand aus Meitingen

Michael Higl (links) übergab als Stiftungsvorstand der Blandina-und-Joseph-Hindermayr-Stiftung den Frühdefibrillator an Matthias Fay, den Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Langenreichen. Wichtiger als das bloße Gerät war jedoch das, was anschließend stattfand: ein Erste-Hilfe-Kurs für Langenreichener Vereinsmitglieder.

Ein weiterer Baustein komplettiert seit kurzem den neu gestalteten Dorfplatz in Langenreichen: Ein Frühdefibrillator hängt dort neben dem Aushängekasten. Die offizielle Übergabe fand am Donnerstagabend statt und stellte damit auch den Startschuss für weitere Erste-Hilfe-Schulungen im Meitinger Ortsteil dar.

Warum Schulung, Training und Übung so wichtig sind, erklärte Michael Higl, der als Stiftungsvorstand der Blandina-und-Joseph-Hindermayr-Stiftung den Frühdefibrillator an Matthias Fay, den Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Langenreichen, überreichen konnte: „Der Defi allein rettet nicht. Es geht nämlich darum, den Menschen am Leben zu erhalten bis der Defi zum Einsatz kommen kann.“ Deswegen gab es nun für die Mitglieder der Ortsvereine die Möglichkeit, unter fachmännischer Anleitung von Sonja und Nikolaus Stegmiller vom Rettungsdienst, die Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen und sich mit dem Gerät vertraut zu machen. Der Frühdefibrillator sowie dessen Aufbewahrungsort wurden für 3300 Euro aus Mitteln der Hindermayr-Stiftung finanziert, die Altbürgermeister und Ehrenbürger Joseph Hindermayr mit seiner Frau Blandina einst gegründet hat.

Während der Schulung stellte sich dann schnell heraus, auf was es in der Praxis ankommt: Auf den Mut und die Selbstsicherheit, Erste Hilfe zu leisten sowie auf das Wissen darüber, dass die Herz-Lungen-Wiederbelebung der wichtigste Schritt ist, um ein Leben zu retten. In diesem Zusammenhang versuchten die Rettungskräfte den Schulungsteilnehmern auch ihre Ängste zu nehmen: „Ihr könnt nur helfen, nichts kaputt machen.“ Da es sich bei Ersthelfern nicht um ausgebildetes Fachpersonal aus dem medizinischen Bereich handelt, könne rein rechtlich betrachtet nämlich nichts passieren. Wer allerdings nicht hilft, der steht deswegen in der Verantwortung.

Nur wenige Meter vom Defi-Training im Seminarraum der Feuerwehr entfernt ging es zeitgleich ebenfalls um Erste-Hilfe-Maßnahmen – und zwar bei den Mitgliedern der Herz-Sport-Gruppe. Aufgeteilt in zwei Gruppen standen bei den Mitgliedern, die sich regelmäßig mit Silke Demeter treffen, Erste-Hilfe-Maßnahmen auf dem Programm sowie die Anwendung des Defibrillators. Die Mitglieder der Gruppen waren sich direkt in zwei Dingen einig: Sie befanden die Schulung als sehr lehrreich und sprachen sich auch für eine regelmäßige Wiederholung aus.

Peter Lebender, der im BRK-Kreisverband Augsburg-Land als Sprecher der Ausbildung fungiert, kann diesem Ansatz nur beipflichten. Wer regelmäßig alle ein bis zwei Jahre das Erste-Hilfe-Szenario durchspielt und einübt, wird im Erstfall auch eher Erste Hilfe leisten können. Und das wiederum kann Leben retten, denn: Mit jeder Minute, die ohne eine Herz-Lungen-Wiederbelebung verstreicht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt um zehn Prozent.

Für Erste-Hilfe-Schulungen sowie den Umgang mit dem Defibrillator, der im Ernstfall der Unterstützung dienen kann, macht sich nun auch Matthias Fay stark. Drei weitere Schulungsveranstaltungen hat der Langenreichener Kommandant bereits geplant. Zu zwei Seminaren sind interessierte Bürger eingeladen, einen Kurstag gibt es für eine ganze Turngruppe aus Langenreichen, die Interesse bekundet haben.

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 

Neueste Kommentare

Ein Bläuling, aber welcher?
16 Stunden 50 Minuten
Augsburger Stadtsommer
1 Tag 20 Stunden
Mondaufgang
6 Tage 23 Stunden
Europas Zukunft gestalten – besser zusammen! …
1 Woche 4 Tage
Tödlicher Unfall auf der A8 bei Adelsried
1 Woche 6 Tage


X