Tierschutzorganisation Peta will Meitinger Kleintiermarkt für immer schließen

von LeserReporter Peter Heider aus Meitingen
Seit mehr als 50 Jahren ist der Meitinger Kleintiermarkt ein fester Bestandteil im monatlichen Veranstaltungskalender. Nun fordert die Tierschutzorganisation Peta seine dauerhafte Schließung.

Der Vorsitzende des Kleintierzuchtverein Meitingen Markus Schuster und seine Vereinsmitglieder verstehen die Welt nicht mehr. Die Tierschutzorganisation Peta will den Meitinger Kleintiermarkt, der jeden ersten Sonntag unter der Regie der örtlichen Kleintierzüchter im Hof des Gasthauses „Neue Post“ abgehalten wird, dauerhaft verbieten lassen. Nach Aussage der Tierschutzorganisation Peta bieten Tiermärkte optimale Bedingungen für die Verbreitung von Keimen, denn kranke und stressbedingt geschwächte Tiere auf Märkten könnten als Überträger von Viren zu einem großen Risiko mit nicht absehbaren Konsequenzen führen.

In einem Schreiben an den Meitinger Bürgermeister Michael Higl appellierte die Tierrechtsorganisation den Kleintiermarkt zum Schutze von Mensch und Tier dauerhaft zu schließen.

Seit dem Jahr 1955 gibt es das „tierische Treiben“ jeden Monat in Meitingen. „Wenn man bereits in den frühen Morgenstunden am Markttag die auswärtigen Fahrzeugkennzeichen rund um den Meitinger Ortskern betrachtet, kann man erahnen, welcher Beliebtheit sich der Markt in Schwaben und Bayern bei Tierliebhabern erfreut“, sagt Markus Schuster. Nun droht, wenn es nach Meinung von Peta geht, dem Kleintiermarkt nach mehr als 50 Jahren das Aus.

Die Organisation sagt, dass auf dem Meitinger Tiermarkt gestresste Tiere auf engstem Raum zum Kauf angeboten werden, "was in keinster Weise der Wahrheit entspricht“, beteuert Schuster. „Das kann gar nicht der Fall sein, da es bei uns Eingangskontrollen gibt, wobei genau darauf geachtet wird, dass in den Käfigen und anderen Behältnissen keine Massenhaltung von Tieren durchgeführt wird“, weist Schuster auf die strengen Richtlinien für Teilnehmer hin. Außerdem wird laut dem Vorsitzenden stets darauf geachtet, dass nur gesunde Tiere auf dem Markt zum Verkauf angeboten werden. Beim Veterinäramt haben Markus Schuster und Richard Schuster einen Sachkundenachweis zur Führung des Marktes ablegen müssen, damit mit den Tieren fürsorglich umgegangen werde.

„Außerdem“, so der Vorsitzende, „besuchen jährlich öfters Kontrolleure das rege Markttreiben, um sich von einer ordentlichen Tierhaltung zu überzeugen“, sagt der Vorsitzende. Momentan, sagt Schuster, können wir gegen das Schließungsvorhaben von Peta nichts unternehmen und müssen den Bescheid des Landrats- und Veterinäramts abwarten.

Derzeit ist das Markttreiben aufgrund der Coronakrise bis voraussichtlich 31. August ohnehin abgesagt. Bezüglich der Corona-Pandemie weist der Vorsitzende darauf hin, dass auf deutschen Kleintiermärkten, im Gegensatz zu Märkten in China, freilich keine Hunde, Katzen, Schlangen, Wildtiere und Frettchen angeboten werden dürfen.

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

Neueste Kommentare

Gablingen von einer Wiese aus betrachtet.
27 Minuten 39 Sekunden
Gablingen von einer Wiese aus betrachtet.
15 Stunden 59 Minuten
Kornblumen ....
2 Tage 8 Stunden
Roter Mohn ....
2 Tage 12 Stunden
Kornblumen ....
2 Tage 12 Stunden

Die nächsten Termine



X