ÖPNV: FREIE WÄHLER wollen 365-Euro-Ticket für AVV-Tarifgebiet

von LeserReporter Team Fabi aus Meitingen

Schappin: „Gleiche Lebensbedingungen für Stadt und Land“

Anlässlich der Neubesetzung des AVV-Geschäftsführerpostens, setzt sich die FREIE WÄHLER Kreistagsfraktion in einer Ihrer jüngsten Fraktionssitzungen erneut mit dem öffentlichen Nahverkehr im Landkreis auseinander. Die FW-Kreispolitiker, welche zuletzt erfolgreich auf einen personellen Wechsel an der Spitze des AVV gedrängt hatten, zeigte sich dabei zuversichtlich, dass die neue Geschäftsführung den AVV mit frischen Ideen und Visionen ins neue Jahrzehnt bringen wird. „Weitere kosmetische Korrekturen werden nicht reichen – wir müssen das System AVV grundlegend vom Kopf auf die Füße stellen“, wünscht sich Landespolitiker Fabian Mehring einen tiefgreifenden Wandel. Immerhin, so Melanie Schappin, seien die ländlicheren Regionen im Augsburger Land derzeit nicht nur durch eine schlechtere ÖPNV-Anbindung, sondern zudem durch teure Ticketpreise benachteiligt. „Wir befördern deshalb seit Jahren immer weniger Menschen zu immer höheren Kosten. Diese Spirale muss durchbrochen werden“, finden Schappin und Mehring.

In diesem Zusammenhang erneuern die FREIEN WÄHLER ihre Forderung nach einem 365-Euro-Ticket für den gesamten Landkreis, die ihr Bürgermeister Michael Wörle für die Stadt Gersthofen bereits mit großem Erfolg umgesetzt hat. „Dieses Beispiel zeigt dass unser Konzept funktioniert – mittelfristig muss es auf das gesamte Tarifgebiet übertragen werden“, findet etwa Kreisrat Robert Steppich. „Die Einführung eines 365-Euro-Tickets ist dringend nötig, um den ÖPNV auch preislich attraktiv zu gestalten“, ist auch Schappin überzeugt. Es gelte wie in der Bayerischen Verfassung vorgesehen, gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land herzustellen, so die Fraktionsvorsitzende. Geplant ist vom Landkreis ab September 2021 zwar ein 365-Euro-Jugendticket, dass vom Freistaat gefördert werden soll. Das geht den FREIEN WÄHLERN um Schappin und Mehring allerdings nicht weit genug. Der Grund liegt auf der Hand: Dieses Ticket gilt dann tatsächlich nur für Jugendliche unter 18 Jahren. „Das ist eindeutig zu wenig“, sagt Schappin, „deshalb fordern wir ein entsprechendes Ticket für alle Landkreisbürger.“

Der Preis sei dabei aber nicht die einzige Stellschraube bei dringend nötigen Reformen im AVV, fügt Mehring an. „Wo kein Bus fährt ist es schlicht egal, wieviel ein Ticket kosten würde. Gerade Pendlern aus dem ländlichen Raum müssen wir daher vor allem ein attraktiveres Fahrplanangebot machen“, ist der FREIE WÄHLER Politiker überzeugt. Schließlich, so die FREIEN WÄHLER weiter, hängt die Entwicklung der ländlichen Gemeinden im Landkreis insbesondere von der verkehrlichen Anbindung an die Bezirkshauptstadt Augsburg und die Landeshauptstadt München ab. „Statt eines täglichen Verkehrskollapses auf B2, B17 und B300 brauchen wir eine echte Verkehrswende, die möglichst viele Menschen über kluge Konzepte aus dem Individualverkehr in den ÖPNV lockt“, sind sich Schappin und Mehring einig. Was in Wien längst Alltag sei, wo es das 365-Euro-Ticket bereits seit 2012 gibt und von Jahr zu Jahr mehr Fahrgäste angelockt werden, müsse auch in Augsburg möglich sein, sind Schappin und Mehring überzeugt: „Neue Straßen alleine können den drohenden Verkehrskollaps nicht abwenden!“

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