Spuren der Vergangenheit führen in Meitingen zu Bauverzögerungen

von LeserReporter Peter Heider aus Meitingen
Voraussichtlich im kommenden Jahr können auf dem Baugelände östlich der Donauwörther Straße die Bauarbeiten für ein neues Wohngebiet im Norden Meitingens in Angriff genommen werden

Archäologen suchen seit 2016 in Meitingen östlich der Donauwörther Straße nach Überresten aus der Vergangenheit. Häuslebauer sind verärgert.

Seit nunmehr vier Jahren werden auf einem Baugelände östlich der Donauwörther Straße, der ehemaligen Straßentrasse Via Claudia, am nördlichen Ortsende von Meitingen Ausgrabungen durchgeführt; denn unter der Donauwörther Straße vermuten Archäologen eine der wichtigsten Fernstraßen aus der Römerzeit. Indes soll auf einer Baufläche von circa 1,8 Hektar ein Quartier aus Wohneinheiten, Handel und Dienstleistung entstehen. 14 Einfamilienhäuser und Doppelhäuser sowie weitere größere Wohngebäude sind geplant. Bisher wurde die Geduld von Häuslebauer und Grundstücksbesitzern heftig strapaziert, denn die Spuren, die auf dem Gelände gefunden und von Archäologen untersucht wurden, führen nach wie vor zu Verzögerungen.

Seit Beginn der Grabungen im Herbst 2016 konnten auf dem Gelände zwischenzeitlich zahlreiche altertümliche Funde – Pfosten- und Siedlungsgruben sowie bis jetzt etwa 35 Grubenhäuser – aufgedeckt werden, Die Bebauung zog und zieht sich noch immer in die Länge.

Nun aber soll im kommenden Jahr nach Aussage von Bürgermeister Michael Higl die Mehrzahl der Grundstücke bebaubar sein. Die Satzung zum Bebauungsplan wurde nach Angaben und Anregungen aus der formellen Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung noch vor der diesjährigen Sommerpause des Marktgemeinderates abgesegnet.

Für eine schalltechnische Abschirmung der zweigeschossigen Wohnhäuser – mit Gewerbegebiet und B2 in der Nachbarschaft – soll ein langer Riegel an viergeschossigen Gewerbe-Gebäuden sorgen. Wie dicht jedoch diese Bebauung umgesetzt werden darf, darüber ist man sich im Landratsamt noch nicht einig. Trotzdem ist man im Meitinger Rathaus davon überzeugt, dass die Gemeinde dazu berechtigt sei, vom Bauordnungsrecht abweichende Maße für die Abstandsflächentiefe festzusetzen, denn dazu gebe es laut Bauamtsleiter Thomas Dahlmann eine Ergänzung des Baugesetzbuches. (hdr)

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