Zentrifuge oder Schneckenpresse? Klärschlamm beschäftigt Meitinger Gemeinderat

von LeserReporter Peter Heider aus Meitingen
Das Thema Schlammentwässerung (auf dem Bild die Kläranlage im Ortsteil Ostendorf) mit einer Zentrifuge gehörte zu den Themen bei der Gemeinderatssitzung in Meitingen

Klärschlamm darf nach schärferen Vorschriften nicht mehr auf Feldern ausgebracht werden. Nun soll er verbrannt werden.

In der ersten Sitzung nach der Neubesetzung des Marktgemeinderates befasste sich das Gremium mit kommenden, teilweise notwendigen Maßnahmen in der Kommune. Im Fokus stand dabei eine stationäre Schlammentwässerung, die in der Kläranlage im Ortsteil Ostendorf installiert werden soll.

Die Schlammentwässerung sei notwendig geworden weil der Klärschlamm aus den Ortsteilen Ostendorf und Langenreichen anhand schärferer Vorschriften und Vorgaben nicht mehr auf den Feldern ausgebracht werden darf sondern nach der Trennung vom Wasser verbrannt werden soll.

Den Vorzug für die weitere Planung enthält eine Variante, bei der eine Zentrifuge zur Trennung des Klärschlamms vom Wasser eingesetzt wird. Im Vorfeld der Planung wurden vom Ingenieurbüro Steinle je zwei Anlagen mit Zentrifuge und Schneckenpresse, die sich in der Größe unterscheiden, geprüft. Der Beschluss, die Planung mit einer größeren Zentrifuge fortzusetzen, stieß beim neuen dritten Bürgermeister Rudolf Helfert (Freie Wähler) auf Vorbehalte. In seinen Vorbereitungen auf die Sitzung war Helfert auf Informationen gestoßen, dass beim Einsatz einer Zentrifuge im Laufe der Jahre deutlich höhere Wartungskosten im Vergleich zu einer Schneckenpresse anfallen würden.

Dies konnte vom Ingenieurbüro Steinle weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, was dazu führt, dass das Ingenieurbüro einen Vergleich der anfallenden Kosten nachreichen soll. Derzeit wird bei dem Projekt mit einem Kostenaufwand in Höhe von 650 000 Euro gerechnet.

Hinzu kommen noch jährliche Betriebskosten von mehr als 180 000 Euro, von denen für die Entsorgung des verbleibenden Klärschlamms in einer Verbrennungsanlage 80 Prozent der Kosten anfallen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der barrierefreien Bahnhof. Für die weitere Planung des barrierefreien Zugangs zum Meitinger Bahnhof, die bereits detailliert in die Endphase geht, wird ein städtebaulicher Wettbewerb die Weichen für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes stellen. Mehrere Planungsbüros können nun ihre Gestaltungsideen einbringen, wie der Bereich zwischen Bahnhof und Hauptstraße in Zukunft aussehen könnte.

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