Passagier rastet aus und greift Schaffner an - Bundespolizei sucht Zeugen

Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn musste am Dienstag einen aggressiven Reisenden von der Fahrt ausschließen. Woraufhin dieser den Zugbegleiter beleidigte und ihm an den Hals ging. Nun sucht die Bundespolizei Zeugen des Vorfalls.

Am späten Dienstagnachmittag, habe der Lokführer des Regionalexpress 57046 seinen Zugbegleiter verständigt, dass sich im hinteren Zugteil eine schreiende Person befinde. Verängstigte Reisende hätten dies dem Lokführer über die Sprechanlage des Zuges mitgeteilt. Beim nächsten Zughalt wechselte der Zugbegleiter laut Bericht der Bundespolizei in den hinteren Zugteil. Der grölende Mann habe sich zu diesem Zeitpunkt bereits in die Zugtoilette zurückgezogen. Als der Schaffner an die Tür klopfte, wurde diese geöffnet und der Schaffner habe sich einem aggressiven Reisenden gegenüber gesehen, der ihn sofort wüst beschimpft und bedroht haben soll. Da es dem Zugbegleiter nicht gelungen sei, den Mann zu beruhigen, habe er ihn beim Halt in Mering St. Afra von der Fahrt ausgeschlossen. Dort habe der Mann seinen Rucksack aus dem Zug geworfen, den Schaffner mit beiden Händen von hinten an den Hals gegriffen und versucht, ihn aus dem Zug zu ziehen. Einem Unbekannten sei es jedoch gelungen, den Angreifer von seinem Opfer zu trennen. Der Zugbegleiter zog sich laut Angaben der Bundespolizei bei dem Angriff Blutergüsse am Hals zu.

Die Bundespolizei habe nun ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung gegen Unbekannt eingeleitet. Im Zug befanden sich zum Tatzeitpunkt 30 bis 40 Reisende. Das Bundespolizeirevier Augsburg bitte etwaige Zeugen des Vorfalls um Hinweise unter der Telefonnummer 0821 34356-0. (pm)

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