Zug prallt gegen Bus: Unfall am Bahnübergang in Mering

(Symbolbild)

Ein Zug ist am frühen Montag an einem Bahnübergang in Mering auf einen Bus geprallt. Der Zugverkehr war für Stunden gesperrt.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Polizei fuhr gegen 5.50 Uhr ein 40-jähriger mit einem Linienbus auf der Münchner Straße in Richtung Merching. Der Busfahrer soll trotz rotem Blinklicht in den beschrankten Bahnübergang eingefahren sein. Als sich der Bus im Bereich der Bahnlinie befand, schlossen sich die Schranken. Dadurch wurde der Bus im Heckbereich beschädigt. Der Bus ragte noch mit dem hinteren Drittel in den Gleiskörper. Laut Polizei steig der Busfahrer aus, um den Schaden zu begutachten. In diesem Moment kam ein Zug aus Richtung Merching.

"Der Busfahrer versuchte nach seinen Angaben durch Winken auf die Situation aufmerksam zu machen", beschreibt die Polizei. Die 32-jährige Lokführerin habe jedoch aufgrund des Bahnlinienverlaufes die Situation erst spät erkennen können. Sie konnte einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Ob eine Notbremsung eingeleitet wurde, könne erst nach Auswertung der PZB – der Blackbox – geklärt werden.

180.000 Euro Sachschaden, verletzt wurde niemand

Im Zug befanden sich neben der Lokführerin noch 20 Fahrgäste. Es wurde niemand verletzt. Die Bahngesellschaft organisierte die Weiterfahrt der Fahrgäste. Im Bus befanden sich keine Fahrgäste.

Die Unfallstelle musste für die Dauer von circa drei Stunden für den Bahn- und Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Es waren die Feuerwehren von Mering, Merching, Kissing und Althegnenberg eingesetzt. Seitens der Feuerwehr war die Kreisbrandinspektion vor Ort. Insgesamt waren 117 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an der Einsatzörtlichkeit.

Der Zug musste nicht geborgen werden und konnte die Fahrt bis zum Bahnhof Mering fortsetzen. Der Bus musste abgeschleppt werden. Es entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 180.000 Euro.

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