Meringer Ortschronik ist einsehbar

von LeserReporter Heike Scherer aus Mering
Im Juni überreichte Franz Knittel der Meringer Bücherei ein Exemplar der Meringer Ortschronik 2019. Er arbeitete auch an dem Buch "Der Schwarz-Markt" und "Alt-Mering" (Teil 2).

Franz Knittel veröffentlicht die 58. Meringer Ortschronik und "Der Schwarz-Markt". Im Herbst erscheint Band 2 von Alt-Mering.

Unermüdlich recherchiert und schreibt der 87-jährige Autor Franz Knittel. Für seine Verdienste erhielt er 1997 den Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde, ein Jahr später verlieh ihm sogar der Bundespräsident eine Verdienstmedaille. 700 Seiten umfasst die neue Ortschronik, die bereits in der Bücherei Mering einsehbar ist. In Kürze bringt sie Franz Knittel Bürgermeister Florian Mayer ins Rathaus.

In den Meringer Geschichtsblättern, die immer den Anfang der Ortschronik bilden, befasst sich der passionierte Autor mit der Geschichte des Schulwesens. Anfangs gab es nur Klosterschulen und aufgrund der Kostenpflicht konnten sich ärmere Bürger eine Schule für ihre Kinder nicht leisten. Lesen, Schreiben und die christliche Lehre standen anfangs im Vordergrund. In Mering eröffnete 1876 die erste Schule. Sie hatte einen einfachen Bretterboden, eine Ofenheizung, weder Beleuchtung noch Toilette und Waschbecken. Mit Beschluss des Jahres 1877 musste der Gemeindediener das Schulgeld einbringen, so dass die Eltern die Kosten nicht mehr zu tragen hatten. Der Lehrer, der auch in der Schule wohnte, war meist auch Organist, Kantor und Mesner. 1884 kamen zwei weitere Lehrer dazu. Wie es um die Schule in der NS-Zeit, während und nach dem Krieg stand, behandelt Franz Knittel ebenfalls.

Im Jahr 2019 feierte die Faschingsgesellschaft FKM Lach Moro das 55-jährige Bestehen. Die Pianistin Margit Henschel gründete den Meringer Musikverein. Aufgrund knapper Finanzen musste der Gemeinderat die Vision 2025 begraben. Die Beziehungen zu Karmiel wurden durch Praktika und eine Begegnung weiter intensiviert. Die evangelische Johanneskirche eröffnete im Oktober das neue Gemeindehaus. Große Aufregung verursachte die neue Anker-Dependance am Ortsausgang Richtung Hörmannsberg. Bei der Bürgerversammlung hatte Hans-Dieter Kandler nach 24 Jahren seinen Rückzug als Bürgermeister angekündigt. Viele Feste wie das Internationale Festival, das Israelfest, das Marktfest, 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 70 Jahre AWO, das Kolping-Familienfest, der dritte Zukunftsmarkt und Blaulichttag sorgten für Unterhaltung. Die B2 wurde renoviert, Mering durfte sich über ein neues Trachtenheim mit Spielplatz freuen. Das Traditionsunternehmen Spengler eröffnete nach dem Umbau. Der Marktbeauftragte Karl Grabler trat zurück und das Heimatmuseums musste schließen. Der Autor ist telefonisch unter Telefon 08233/30115 oder E-Mail franz.knittel[at]gmx[dot]de erreichbar. (hsche)

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