Region: Aichach|Friedberg

Der Verein Internationale Kultur Mering erhält einen schwäbischen Integrationspreis

von LeserReporter Heike Scherer aus Mering
Die Vereinsvorsitzende Maureen Lermer (rechts) freut sich mit ihren aktiven Mitgliedern über den schwäbischen Integrationspreis.

Die Bayerische Staatsregierung sieht den Verein als Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Anfang Oktober erfuhr die Vereinsvorsitzende Maureen Lermer, dass ihr Verein Internationale Kultur Mering (IKM) einen der drei schwäbischen Integrationspreise gewonnen hatte. Die Preisübergabe war für den 30. Oktober im Rokokosaal der Regierung von Schwaben vorgesehen. Regierungspräsident Erwin Lohner bedauerte, dass er den mit der Integrationsbeauftragten der bayerischen Staatsregierung Gudrun Brendel-Fischer geplanten Festakt aufgrund des Infektionsgeschehens absagen musste.

Bereits im Jahr 2008 hatte der Ministerrat das Programm „Aktion Integration“ beschlossen. Seitdem vergibt die Regierung von Schwaben im Auftrag des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration jährlich Integrationspreise für Aktivitäten und Initiativen, die die Integration in der Region erfolgreich und nachhaltig unterstützen. Aus den eingereichten Bewerbungen wurden drei Projekte ausgewählt, die ein Preisgeld in Höhe von 1700 Euro erhalten. Es soll eine Anerkennung für Verdienste sein, aber auch die Fortsetzung der Arbeit ermöglichen.

Die Vielseitigkeit des Vereins IKM mit den vier Grundsäulen Kunst, Musik, Kochen, Literatur und Ethik zeugten von der großen Bandbreite an Aktivitäten, heißt es in der Begründung. „Da die Mitglieder Ihres Vereins sich aus Menschen der ganzen Welt zusammensetzen, unterschiedlichen Religionen angehören und unterschiedliche Lebensentwürfe leben, fördern Sie den interkulturellen Austausch in hohem Maße“, schreibt Erwin Lohner. Der Verein gebe die Möglichkeit der Begegnung im privaten und öffentlichen Raum und für Dialog und gleichberechtigtes Miteinander. Ein wichtiger Beleg für gelebte Integration von Geflüchteten sei das gemeinsam mit ihnen entstandene Kochbuch „Multi-Cooking“. Die Integrationsbeauftragte ergänzt: „Sie alle sind Brückenbauerinnen und Brückenbauer und wollen mit Ihrem Wirken bewusstmachen, dass es zwischen den unterschiedlichen Kulturen mehr Verbindendes als Trennendes gibt. Bei allen Unterschieden überwiegen die Schnittmengen.“ Die Mitglieder des Meringer Vereins, die seit 2013 jedes Jahr im Sommer ein großes internationales Festival auf die Beine stellen, hoffen, dass es im Juni 2021 wieder stattfinden kann. Geplant sind Auftritte und kulinarische Spezialitäten vieler Länder. (hsche)

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