Wo finden die Aquarienfreunde Mering ein neues Zuhause?

von Leserreporter Heike Schereraus Mering
Auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für seinen Verein ist der Vorsitzende der Meringer Aquarienfreunde Helmut Rigling, der hier vor einem seiner zwei Salzwasseraquarien in Kissing zu sehen ist.

Wenn das Papst-Johannes-Haus schließt, braucht der Meringer Verein einen neuen Raum für seine monatlichen Vorträge und die zwei Aquarienbörsen. Der Vorsitzende Helmut Rigling ist auf der Suche

Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es bei den Aquarienfreunden einen interessanten Vortrag oder Film über Tiere, Fische oder Reisen, zu dem auch Nichtmitglieder, ohne Eintritt zahlen zu müssen, eingeladen sind. Bisher waren die Aquarianer im Filmsaal des Papst-Johannes-Hauses untergebracht, das voraussichtlich ab Juli nicht mehr zur Verfügung steht. Es wird für einen geplanten Neubau abgerissen. Darum führt der Vorsitzende der Aquarienfreunde bereits Gesprächen mit anderen Vereinen, um die reibungslose Fortsetzung seiner Vereinsarbeit sicherzustellen.

Momentan hat der Verein 80 Mitglieder und besteht seit 52 Jahren. Bei der Gründung im Jahr 1967 gab es 12 Mitglieder, die immer weiter anstiegen und in den umliegenden Gemeinden von Augsburg bis Odelzhausen wohnhaft sind. „Es gibt nicht so viele Aquarienvereine, die nächsten sind in Buchloe, Kaufbeuren, Krumbach oder Augsburg“, verrät Helmut Rigling aus Kissing, der 1991 den Vorsitz übernahm. Der zweite Vorsitzende Willi Schwarz, der mit ihm begann, hörte vor kurzem aus gesundheitlichen Gründen auf. Sein Amt übernahm Dieter Reinold. Die meisten Mitglieder haben Süßwasseraquarien. Es gibt nur vier Personen im Verein mit Salzwasseraquarien. Einer von ihnen ist Helmut Rigling. „Früher hatte ich sogar sieben Aquarien, jetzt sind es nur noch zwei“, erklärt er. Wenn man Fische züchte, brauche man fünf Becken oder noch mehr, ergänzt er. In seinem großen Becken im Esszimmer gibt es einen gelben und einen blauen Doktorfisch, Anemonen- oder Clownfische, Weichkorallen, einen Schlangenseestern, Garnelen und Einsiedlerkrebse. In dem kleineren Aquarium im Wohzimmer tummeln sich Clownfische und ein lila- und gelbfarbiger Gramma loreto oder Königs-Feenbarsch. Der Name Doktorfisch beruhe auf dem Skalpell am Schwanz, sie sind Algenfresser, klärt Rigling auf. Der blaue sei bereits neun, der gelbe sechs Jahre alt. Anemonenfische können in Aquarien ein sehr hohes Alter erreichen: einer seiner Fische sei im Alter von 23 Jahren gestorben, kann sich der Vorsitzende zurückerinnern. Auch bei Korallen – es gibt Anemonen, Lederkorallen und Gorgonien - handelt es sich um Tiere, wobei Weichkorallen einfacher zu halten sind als Steinkorallen und zwischen 10 und 15 Jahre erreichen können. Jede Woche müsse er 15 bis 20 Liter Wasser auswechseln, das er im Keller anmischt und eine Woche stehenlässt. „ Das ist wichtig, weil frisch zubereitetes Salzwasser sehr aggressiv ist und den Fischen schaden würde“, verrät der langjährige Fischfreund.

Bis März stehen die Veranstaltungen fest. Am 2. Februar referiert Steffen Fick aus Augsburg über Killifischausstellungen. Am 8. März wird von 9 bis 12 Uhr die letzte Aquarienbörse im Papst-Johannes-Haus stattfinden.
„Wir haben bereits intensive Gespräche mit anderen Vereinen geführt“, erklärt Helmut Rigling. Die Tischkegler beabsichtigen, das alte Trachtenheim am Volksfestplatz zu übernehmen und da könnte der Verein einen Raum bekommen. Das wäre von der Lage und den Parkplätzen sehr gut geeignet für die Veranstaltungen und die Börsen, so Rigling. Aber bis Mitte Januar hat die Vermieterin Frau Grauvogl noch keinen Gesprächstermin mit den Tischkeglern vereinbaren können, weil die Übergabe des Gebäudes durch den Trachtenverein noch nicht erfolgt ist. „Ich muss also noch weiterhin Geduld haben und abwarten, ob wir dort im Juli unterkommen können“, so Rigling. Auch beim Vereinsheim St. Afra habe er angefragt, aber sofort eine Absage erhalten. Da der Raum für den Aufbau der Börse schon am Samstag benötigt wird, geht es nicht, weil an diesem Tag viele Veranstaltungen stattfinden. Außerdem gibt es dort keinen Lagerraum für Aquarien, Beleuchter, Heizer und Pumpen. Der Verein bietet während des Jahres auch einen Notfallservice durch den Börsenwart für die Mitglieder an. Falls bis zum erforderlichen Auszug aus dem Papst-Johannes-Haus kein Raum gefunden ist, hat der OMC Mering angeboten, dass das Material vorerst bei ihnen im Heim eingelagert werden kann.

Wer einen interessanten Vortrag über Tiere, Aquaristik, Umwelt oder Reisen halten möchte oder sich für eine Mitgliedschaft interessiert, kann sich telefonisch unter 0151/10718266 oder per E-Mail unter aquarienfreunde-mering[at]t-online[dot]de an Helmut Rigling wenden. Er freut sich auch über weitere Vorschläge für Räumlichkeiten. Wer sich über den Verein informieren möchte, findet Auskünfte auf der Internetseite www.aquarienfreundemering.de

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