Für mehr Photovoltaik auf Merings Dächern

von LeserReporter Wolfhard von Thienen aus Mering

Bernhard Konrad, Petra von Thienen und Tobias Tag bei der Besichtigung von kommunalen Dächern, die für Photovoltaik geeignet sein könnten (von links nach rechts).
 

Kommunen können viel für für Erreichung der Klimaziele tun

Anpacken, um das vorhandene Potential ausschöpfen, wird in den kommenden
Jahren entscheidend sein, wenn die Klimaziele von Paris noch eingehalten
werden sollen. Neben der großen internationalen Politik, fällt eine ganz
entscheidende Verantwortung der Kommune vor Ort zu. Hier können Projekte
schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Nur wer hier seine Hausaufgaben
erledigt, verdient bei bundesweiten und internationalen Regelungen
Aufmerksamkeit und Glaubhaftigkeit.

Mering im Landkreisvergleich im unteren Fünftel

Die Marktgemeinde Mering kann hier deutlich mehr erreichen, wie ein Vergleich
innerhalb des Landkreises Aichach-Friedberg verdeutlich: Eine nicht geringe
Anzahl von gemeindlichen Gebäuden wird noch immer nicht für Photovoltaik
genutzt. Das möchten die Meringer Grünen ändern. Bernhard Konrad,
Gemeinderatskandidat für Bündnis 90/Die Grünen, hat die Initiative ergriffen und
das Projekt in die Hand genommen. Um sich einen Überblick zu verschaffen,
stellte er eine Anfrage an den Gemeinderat mit der Bitte um eine Auflistung aller
gemeindlichen Dächern. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler lieferte die
entsprechenden Informationen und beantwortete ein paar Detailfragen, so dass
nun eine Liste von potentiell geeigneten Dächern vorliegt. Nach Kontakt mit der
Bürgerenergiegenossenschaft Neuburg-Schrobenhausen, Aichach und Eichstätt,
wurden nun zusammen mit dem Energieberater Tobias Tag bei einer ersten
Besichtigungsrunde die Dächer vom Kinderhaus am Kapellenberg, Kindergarten
am Sommerkeller und der Grundschule II bereits von einem Fachmann gesichtet.

Konkrete Maßnahmen für Mering sind einfach umzusetzen

Jetzt folgt die Detailplanung - hier müssen unter anderem der Netzbetreiber
angefragt, Plätze für Wechselrichter, Stromzähler, und mögliche Kabelverläufe
geplant werden, sowie der jetzige und prognostizierte Stromverbrauch für eine
Wirtschaftlichkeitsprüfung berechnet werden. „Die ersten Schätzungen liegen vor
und zeigen, dass die geplanten Photovoltaikanlagen neben ihrem Beitrag zur
Vermeidung von CO2 der Marktgemeinde mittelfristig auch enorme finanzielle
Einsparungen bringen würden. So könnte das dringend Notwendige mit dem
Praktischen verbunden werden.
“ erläutert Herr Konrad.
Und all das ist mit minimalem Aufwand seitens der Gemeinde möglich. Die
Bürgerenergiegenossenschaft verwaltet im Landkreis schon einige vergleichbare
Anlagen und bietet unterschiedliche Finanzierungsmodelle: Die Marktgemeinde
könnte etwa alleiniger Finanzierer sein, oder den Bürgerinnen und Bürgern
Merings Beteiligungen anbieten.
Bernhard Konrad und die Bürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen,
Petra von Thienen, freuen sich über den schnellen Fortschritt des Projekts:
Wir bedanken uns ganz ausdrücklich bei der Kooperationsbereitschaft des
Bürgermeisters und der Verwaltung und hoffen auf einen tatkräftigen und mutigen neuen
Marktgemeinderat, der seinen Teil zu einer schnellen Umsetzung beiträgt. Das
würde Vertrauen schaffen für einen klimapolitischen Aufbruch und zeigen, dass
Mering handelt und sich seiner Verantwortung bewusst ist.
“, sind sich beide
einig.

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