Mering hat zwei Bürgermeister und eine Bürgermeisterin

von LeserReporter Heike Scherer aus Mering
Florian Mayer (Mitte) ist seit 1. Mai der erste Bürgermeister in Mering. Zu seinem Stellvertreter bestimmte der Marktgemeinderat Stefan Hummel von der SPD (rechts), dritte Bürgermeisterin ist Silvia Braatz von der CSU (links).

In der konstituierenden Gemeinderatssitzung in der Mehrzweckhalle beschloss das Gremium die Fassung der Geschäftsordnung. Stefan Hummel (SPD) wurde zum Stellvertreter des ersten Bürgermeisters gewählt. Als dritte Bürgermeisterin bestimmte das Gremium Silvia Braatz (CSU).

In der ersten Sitzung des neu gewählten Meringer Gemeinderates wurde der neue Bürgermeister Florian Mayer (CSU) vom ältesten Gemeinderat Karl-Heinz Brunner vereidigt. Nach der Vereidigung der erstmals im Gremium vertretenen Räte stand die Wahl des zweiten und dritten Bürgermeisters an.

Die erste Gemeinderatssitzung mit 21 Tagesordnungspunkten, die der Geschäftsstellenleiter Stefan Nerlich in aufwendiger Arbeit vorbereitet hatte und von Bernhard Bordon unterstützt wurde, fand aufgrund der Corona-Pandemie unter eingeschränkter Zulassung der Öffentlichkeit statt. Pfarrer Thomas Schwartz war ebenfalls eingeladen. Gäste durften nur bleiben, wenn sie einen Sitzplatz hatten.

Elf Gemeinderäte aus der letzten Amtsperiode hatten die Wähler mit ihrer Arbeit überzeugen können und den Wiedereinzug in den Gemeinderat geschafft, informierte Florian Mayer. Er ist seit 1. Mai offiziell im Amt als Nachfolger des nicht mehr angetretenen Hans-Dieter Kandler. Michael Fleig von Bündnis 90/Die Grünen gehört nach sechs Jahren Pause dem Gremium erneut an, zwölf Personen aus vier Parteien sitzen erstmals im neuen Marktgemeinderat. Neu dabei ist die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Haushaltslage, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde“, informierte Mayer. Er sei bereits in der ersten Woche bezüglich der Kinderbetreuung und Vermarktung des Gewerbeparks West tätig gewesen.

Die Stellvertreter des ersten Bürgermeisters müssen nach § 51 der Gemeindeordnung aus der Mitte des Gemeinderats gewählt werden, informierte Bernhard Bordon. Für das Amt des zweiten Bürgermeisters wurden Stefan Hummel und Mathias Stößlein vorgeschlagen. Es konnte aber auch eine andere Person gewählt werden. Stefan Hummel wurde gewählt und freute sich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er versprach, sein Fachwissen als Geschäftsstellenleiter in Pöttmes einzubringen und mit den anderen Fraktionen zum Wohle der Bürger zusammenzuarbeiten. In das Amt des dritten Bürgermeisters wurde Silvia Braatz gewählt. Die weiteren Punkte waren die Besoldung des ersten, des zweiten und des dritten Bürgermeisters sowie die Entschädigungen für den Amtsinhaber. Aufgrund der am 30. Juni 2019 festgestellten Einwohnerzahl von 14684 Personen bleibt es weiterhin bei der Besoldungsstufe B 2 für den Amtsinhaber. Das Gremium einigte sich, dass es bei der bisherigen Dienstaufwandsentschädigung von 798,47 Euro bleiben solle. Für die Pauschale, die für die Inanspruchnahme des eigenen Kraftfahrzeugs bezahlt wird, muss der erste Bürgermeister sechs Monate lang seine Fahrten aufzeichnen und sein Ergebnis dem Marktgemeinderat präsentieren. Für den zweiten Bürgermeister wurde ein monatliches Entgelt von 450 Euro und ein Tagessatz von 160 Euro pro Tag der Stellvertretung festgelegt, bei einem halben Tag sind es 80 Euro. Die dritte Bürgermeisterin erhält 300 Euro monatlich, die Tagessätze bei Stellvertretung sind dieselben wie beim zweiten Bürgermeister. Außerdem beschlossen die Fraktionen die Entsendung ihrer Mitglieder in die Ausschüsse. Künftig wird es neben dem Hauptausschuss, dem Bau- und Planungsausschuss, dem Vergabeausschuss Gewerbepark West und dem Rechnungsprüfungsausschuss zwei weitere Ausschüsse geben. Dem Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehören neben dem Bürgermeister sechs Mitglieder an, außerdem gibt es die Bürgermeister- und Fraktionssprecherrunde. Anträge können künftig ohne Prüfung durch die Verwaltung an den Gemeinderat erfolgen. Sitzungen sollen bis 23 Uhr geschlossen werden. Die neue Geschäftsordnung, die der Marktgemeinderat am 7. Mai 2020 festlegte, kann von Interessierten auf der Internetseite des Marktes Mering nachgelesen werden.

Weitere Punkte waren die Entsendung von Räten in Vereine und Verbände und die Bestellung von Beauftragten. Für Sport ist weiterhin Andreas Widmann zuständig, die Angelegenheiten der Behinderten vertritt Stefan Heigl, der neue Kulturbeauftragte ist Klaus-Dieter Ruf, für die Jugend ist künftig Jessica Bader zuständig. Die neuen Gemeinderäte verständigten sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde und der Bürger.

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