Wasser für die Stauden: Zweckverband besetzt Führung und Ausschüsse

Josef Böck und Robert Sturm (von links) stehen in den kommenden sechs Jahren an der Spitze des Zweckverbandes Stauden-Wasserversorgung, der 21 Städte, Märkte und Gemeinden mit Trinkwasser beliefert.

Josef Böck bleibt für weitere sechs Jahre Vorsitzender beim Staudenwasser-Zweckverband. Robert Sturm ist neuer Stellvertreter. Ausschüsse wurden neu besetzt. Große Projekte stehen auf der Agenda des Wasserversorgers.

Die Neubesetzung der Verbandsführung und der Ausschüsse bestimmten neben einem Ausblick auf die anstehenden Großprojekte die jüngste Verbandsversammlung des Zweckverbandes Stauden-Wasserversorgung mit Sitz in Reichertshofen (Gemeinde Mittelneufnach).

Nach den Statuten des im Jahr 1967 gegründeten Verbandes sind die Amtszeiten der Vorsitzenden und der Ausschussmitglieder mit der kommunalpolitischen Amtsperiode identisch. Josef Böck, der 30 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde Langenneufnach gestanden hatte und bei der Kommunalwahl im März nicht mehr angetreten war, bleibt dem Staudenwasser-Zweckverband als Vorsitzender bis 2026 erhalten. Ohne Gegenstimme wurde der 61-jährige in seinem Amt, das er seit 2008 bekleidet, für weitere sechs Jahre bestätigt. Ausgeschieden aus der Führungsspitze ist nach drei Amtsperioden hingegen Böcks bisheriger Stellvertreter Hermann Lochbronner, der ehemalige Bürgermeister des Marktes Kirchheim (Unterallgäu), der heuer auch nicht mehr für den Chefsessel in seinem Rathaus kandidiert hatte. Zum neuen stellvertretenden Verbandsvorsitzenden wurde Robert Sturm (55), der Bürgermeister der Gemeinde Ettringen (Unterallgäu) gewählt.

Neu besetzt werden musste auch der fünfköpfige Verbands- und Werkausschuss. Ihm gehören in den kommenden sechs Jahren die Bürgermeister Lorenz Müller (Schwabmünchen), Peter Ziegelmeier (Fischach), Manfred Nerlinger (Wehringen), Peter Wachler (Markt Wald) und Franz Renftle (Pfaffenhausen) an. Stellvertreter sind die Bürgermeister Erwin Goßner (Großaitingen), Gerald Eichinger (Langenneufnach), Hubert Fischer (Krumbach), Susanne Fischer (Kirchheim) und Klaus Förster (Bobingen). Dem neuen Rechnungsprüfungsausschuss gehören die Bürgermeister Susanne Nieberle (Eppishausen), Robert Wippel (Scherstetten) und Robert Irmler (Hiltenfingen) an. Zur Kassenprüferin wurde Susanne Nieberle bestellt. Sie tritt die Nachfolge von Konrad Dobler (Langerringen) an.

Mit einer Urkunde und einem Geschenk verabschiedete Verbandsvorsitzender Josef Böck seinen langjährigen Stellvertreter Hermann Lochbronner und die ausgeschiedenen Verbandsräte Daniel Fendt (Aichen), Bernd Müller (Bobingen), Josef Kerler und Johann Miller (Eppishausen), Anton Eser (Fischach), Kornelius Griebl und Manfred Gulich (Hiltenfingen), Werner Welser (Kirchheim), Silvia Kugelmann (Kutzenhausen), Konrad Dobler (Langerringen), Hans Biechele (Mickhausen), Georg Hampp (Pfaffenhausen), Gebhard Bierling (Schwabmünchen), Gerhard Schmid (Walkertshofen), Cornelia Müller (Wehringen) und Anton Birle (Ziemetshausen).

Werkleiter Armin Drexl brachte die bisherigen, vor allem aber die neuen Verbandsräte auf den aktuellen Stand der mittel- und langfristig anstehenden Vorhaben und Projekte. An erster und oberster Stelle steht beim Staudenwasser-Zweckverband die ständige Optimierung der Versorgungssicherheit in der Wassergewinnung, -speicherung und -verteilung. Der Schwerpunkt der darüber hinaus gehenden Einzelprojekte in den kommenden Jahren liegt auf der umfangreichen Sanierung der Hochbehälter. Weil dafür schon jetzt Rücklagen gebildet werden müssen, wurde der Wasserpreis zum Jahresbeginn 2020 auf 88 Cent netto erhöht. Nach strengen gesetzlichen Vorgaben müssen im Sanierungskonzept die Beschichtungen der Hochbehälter akribisch geprüft und eventuelle Umbaumaßnahmen einkalkuliert werden. Weitere Vorhaben sind die Erarbeitung eines Konzeptes für die ebenfalls anstehenden Schachtsanierungen im gesamten Verteilnetz, sowie die Erneuerung der Steuertechnik an allen Außenstationen des Wasserwerks (Brunnen, Pumpwerke). Dafür werden von der Verwaltung derzeit auf Basis des Sicherheits- und Risikomanagements die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet. Weitere „Baustellen“ in nächster Zeit sind Verbesserungen des Objektschutzes an den Anlagen des Verbandes und regelmäßige Regenerierungsarbeiten an den Brunnen zur Aufrechterhaltung der Wassergewinnung.

Die Aufnahme neuer Verbandsmitglieder ist aufgrund des mittlerweile vollständig ausgeschöpften Entnahmekontingentes derzeit nicht möglich. Die letzten Gemeinden, die in den kommenden Jahren nach Erfüllung aller Voraussetzungen Vollmitglieder beim Zweckverband werden, sind Kutzenhausen, Fischach und Mittelneufnach.

Der Zweckverband Stauden-Wasserversorgung

Gründung: Der Zweckverband Stauden-Wasserversorgung wurde am 5. September 1967 von den sieben Staudengemeinden Kreuzanger, Langenneufnach, Reichertshofen, Reinhartshausen, Reinhartshofen, Schwabegg und Walkertshofen ge¬gründet.

Versorgungsgebiet: Heute versorgt der Verband – Wassergäste eingeschlossen – über 39.000 Einwohner in 21 Städten, Märkten und Gemeinden (mit 84 Ortsteilen) in den Landkreisen Augsburg, Unterallgäu und Günzburg mit hochwertigem Trinkwasser. Weitere Neulieferungen sind – bedingt durch das gedeckelte Förderkontingent – auf absehbare Zeit nicht möglich. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern. Das Wasser fließt über 166 Kilometer Fern- und 454 Kilometer Orts- und Anschlussleitungen zu rund 9300 Haus- und weiteren 1000 Grundstücksanschlüssen.

Fördermengen: Pro Jahr werden in Reichertshofen durchschnittlich 2,4 Millionen Ku¬bikmeter Wasser gefördert. Davon werden rund 1,66 Millionen Kubikmeter an Tarifabnehmer und rund 740.000 Kubikmeter an Wassergäste und Notver¬bunde abgegeben. Die maximale genehmigte Fördermenge der sechs Brunnen beträgt 2,55 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Diese Fördermenge ist bis 2027 gesichert.

Wasserpreis: Der Wasserpreis beträgt 88 Cent netto pro Kubikmeter (ab 2020).

Personal: Am Verbandssitz in Reichertshofen sind 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Voll- und Teil¬zeit) in Verwaltung und Bauhof beschäftigt. Werk- und Geschäfts¬leiter ist seit 2007 Armin Drexl. Infos im Internet: www.staudenwasser.de (wkl)

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