Konzert statt Märchen: Marina Igelspacher bietet in Neusäß Weihnachtsstimmung trotz Corona

von LeserReporter Jutta Kaiser aus Neusäß
Trotz Corona-Vorgaben lassen sich die jungen Akteure des neuen Weihnachtsstücks in der Stadthalle Neusäß „Farben der Weihnacht“ den Spaß an Gesang und Tanz nicht nehmen. Auf Abstand und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen proben sie bereits seit September.

Wegen der Corona-Pandemie musste Marina Igelspacher ihre Planungen für das diesjährige Adventsstück über den Haufen werfen und nochmal komplett neu anfangen.

Die Neusässerin Marina Igelspacher will allen Viren zum Trotz wieder mit einem ihrer beliebten Weihnachtsstücke in der Adventszeit aufwarten. Seit einigen Jahren ist sie aus dem Angebot der Stadthalle Neusäß nicht mehr wegzudenken.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, machte sie sich bereits im Februar daran, das neue Stück für dieses Jahr zu schreiben, das wie gewohnt, zusammen mit Mitgliedern des Juki-Chors St. Ägidius, vielen jungen Akteuren mit viel Spaß an Gesang und Tanz sowie Tänzern der Ballettschule Tingreen, auf die Bühne der Stadthalle gebracht werden sollte. Doch auch hier hat letztlich Corona alles durcheinandergewirbelt.

„Es war mir bald klar geworden, dass das fertige Weihnachtsstück, so wie angedacht, nicht aufgeführt werden könnte“, sagt Igelspacher. Ein neues, an die Situation der Zeit angepasstes Stück musste also her. Das bereits fertige Stück, so hofft sie, soll dann in der Adventszeit 2021 wieder in gewohnter Manier zur Aufführung kommen. Mitten im Hochsommer machte sie sich also daran, ein neues Stück zu erarbeiten.

Dieses sei vor allem aus ganz persönlichen Erfahrungen entstanden, so Igelspacher. Kurz zuvor habe sie an einem Gesangs-Workshop teilgenommen. Dabei habe ihr Dozent ihr geraten, ihren Gesang und ihre Lieder wie Farben zu den Zuschauern zu bringen. Damit war schließlich die Grundidee für das neue Weihnachtsstück geboren, das sie „Farben der Weihnacht" nannte. Sie wolle dem Alltagsgrau durch Corona damit einige bunte Bilder entgegensetzen.

„Ich habe mir überlegt, dies anhand der bunten Farben eines Regenbogens zu tun“, erklärte sie. Dabei ordnete sie jeder Farbe symbolisch etwas zu, was alle mit Weihnachten verbinden wie etwa das klassische Rot für die Kerzen oder das Grün, das für den Christbaum steht.

Aufgrund der Hygienevorgaben und der deshalb begrenzten Anzahl von Akteuren auf der Bühne wird es in diesem Jahr wohl weniger ein Weihnachtsstück, als ein Weihnachtskonzert werden, erklärt Igelspacher. Es ist also in diesem Jahr viel neu und ungewohnt.

Neu ist auch, dass Igelspacher sich mit ihrer Gruppe „Musikspatzen“ inzwischen selbständig gemacht hat. 17 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und zwölf Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren trainieren, tanzen und singen mit großer Freude unter ihrer Anleitung. Am bisherigen Trainingsort, dem Jugendkulturhaus Stereoton, konnte sie mit ihrer Truppe wegen der Corona-Vorgaben nicht bleiben, erklärt sie, fand aber sogleich eine neue Möglichkeit, indem sie die Räume der Ballettschule Tingreen Jagob nutzen darf. Dort laufen die Proben bereits seit Anfang September sehr gut und die Kinder sind eifrig dabei, auch wenn sie auf Abstand singen und tanzen müssen. „Wir trainieren auf am Boden gekennzeichneten Kreuzen und auch die Kleinen achten genau darauf, dass der Abstand eingehalten wird“, freut sich die Regisseurin.

Der Kartenverkauf für die beiden Vorstellungen am vierten Adventsonntag, 20. Dezember, ist bereits stark umkämpft. Jeweils 200 Zuschauer dürfen zu den beiden geplanten Vorstellungen kommen. Dabei werden eineinhalb Stunden ohne Pause durchgespielt.

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