Auch der "Romulus" fällt aus

von LeserReporter Jutta Kaiser aus Neusäß
Traurig für die Darsteller der Schauspielgruppe Neusäß: Nur in den Proben konnten sie mit dem Stück „Romulus der Große“ auf der Bühne bisher brillieren. Die Premiere sowie die weiteren Aufführungen mussten wegen des Corona-Problems ausfallen.

Schauspielgruppe Neusäß hat sich wie gewohnt einem außergewöhnlichen Stück, diesmal von Friedrich Dürrenmatt, gewidmet. Jetzt müssen die Aufführungen verschoben werden.

Mit der Komödie „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt hatten sich die Schauspielgruppe Neusäß für ein besonderes Stück entschieden, aber auch "Romulus" ist Opfer der Corona-Pandemie geworden, die Aufführungen werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die „ungeschichtliche historische Komödie“ in vier Akten „Romulus der Große“ kreist um den Untergang des Römischen Reiches im fünften Jahrhundert nach Christus und spielt vom Morgen des 15. bis zum Morgen des 16. März 476 nach Christi.

Friedrich Dürrenmatt hat sich dabei einen sehr freien Umgang mit der Historie erlaubt. Im Mittelpunkt steht Kaiser Romulus, dessen Imperium am Abgrund steht. Der leidenschaftliche Hühnerzüchter lebt in einer zerfallenen Villa, sitzt seelenruhig am Frühstückstisch und interessiert sich scheinbar allein für sein geliebtes Federvieh, während Generäle und Minister sich für ein letztes Aufbegehren, eine letzte heroische Schlacht gegen die Germanen versammeln. Er aber hofft auf den Untergang des von ihm verachteten Reiches durch den Einmarsch der Germanen. Doch als diese auf seinem Landsitz ankommen, kommt alles ganz anders….

„Man wollte in der neuen Spielsaison 2019/20 etwas Neues ausprobieren, erklärte David Miller und so freute sich die Schauspielgruppe Neusäß für dieses außergewöhnliche Stück mit Gianna Formicone auch eine besondere Regisseurin gewinnen zu können.

Bereits im vergangenen Oktober war mit den wöchentlichen Probearbeiten begonnen worden. „Es war viel Arbeit und Zeit aufgewendet worden, am Ende konnte aber eine wundervolle Komödie auf die Bühne gebracht werden, die die Menschen berühren und gleichzeitig zum Nachdenken anregen soll“, so Miller. Viele Monate hatten sich die aktiven Mitglieder der Schauspielgruppe Neusäß sowie viele helfende Hände somit auf die Premiere ihres neuen Theaterstücks vorbereitet und das römische Reich auf die Bühne in Aula der Grundschule "Bei St. Ädidius" geholt. Kurzfristig aber fiel nun die Theaterpremiere dem Corona-Virus zum Opfer. Sämtliche Aufführungen von „Romulus der Große“ mussten auf unabsehbare Zeit verschoben werden. Bezüglich Ticketrückerstattungen folgen in der nächsten Woche weitere Informationen. Für Fragen steht die Schauspielgruppe Neusäß unter info[at]schauspielgruppe-neusaess[dot]de zur Verfügung.

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