Region: Augsburger Land

Rückkehr einer Wirtstochter in die Heimat: Ein neues Merkle Porträt wurde für das Stadtarchiv Neusäß erworben

Das Ölgemälde des heimischen Künstlers Andreas Merkle zeigt ein Porträt von Anna Schreiber.

Die Stadt konnte ein neues Gemälde des heimischen Künstlers Andreas Merkle aus Norddeutschland erwerben. Es zeigt die junge Wirtstochter Anna Schreiber, deren Eltern 1845 das Gasthaus "Zum Lamm" in Hainhofen übernommen hatten.

Die Stadt Neusäß konnte ein weiteres Ölgemälde des heimischen Künstlers Andreas Merkle aus Hammel für das Stadtarchiv kaufen. Vor vier Jahren wurde ein Porträt des Augsburger Domkapitulars Johann Baptist Wittmann erworben. Das neue Porträt zeigt Anna Schreiber, die im Jahr 1861 in Hainhofen geboren wurde und 1882 in Hammel verstorben ist. Sie war die Tochter der Wirtsleute Josef und Regina Schreiber, die 1845 das Gasthaus "Zum Lamm" in Hainhofen übernommen hatten. Auf der Rückseite der neuerworbenen Gemäldes findet sich der Zusatz "RIP", weshalb das Kunstwerk vermutlich erst nach dem Tod der jungen Dame entstanden ist.

Für das Stadtarchiv hat das Gemälde eine besondere Bedeutung, da das Bild von einem lokalen Künstler geschaffen wurde und eine junge Bürgerin aus Hainhofen zeigt. An dem Porträt ist noch der originale Rahmen angebracht. Bis das Kunstwerk wieder in Neusäß angelangt ist, ging es über Hamburg und Schleswig-Holstein, wo es Jahrzehnte in Privathaushalten gehangen hat. Der private Verkäufer aus Schleswig Holstein finde "die Vorstellung nett", dass das Gemälde der Hainhofer Wirtstochter wieder zu seinem Ursprungsort zurück gelange.

Andreas Merkle zeichnete auch für die Kirchen von Aystetten, Batzenhofen, Gablingen, Hainhofen, Ottmarshausen und Westheim. Der Kirchenmaler aus Hammel zählt zur zweiten Generation nazarenischer Künstler. Die romantisch-religiöse Kunstrichtung war im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Darüber hinaus arbeitete er auch immer wieder als Porträtmaler. (pm)

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