Tote Jugendliche in Nordendorf: Anklage gegen Drogendealer erhoben

(Symbolbild)

Ein 15- und ein 16-Jähriger aus dem Landkreis Augsburg wurden an einem Morgen im Juni dieses Jahres tot im Zimmer des 16-Jährigen aufgefunden. Der 15-Jährige hatte in der Nacht zuvor bei seinem Freund in Nordendorf übernachtet, die Eltern des 16-Jährigen fanden beide gegen 7 Uhr leblos auf. Das Obduktionsergebnis der Jugendlichen ließ auf einen Drogentod schließen. Wenige Tage, nachdem der schockierende Fall durch die Medien gegangen war, nahm die Augsburger Kriminalpolizei damals einen 33-Jährigen fest, den die Beamten dringend verdächtigten, einem der beiden Jugendlichen Betäubungsmittel verkauft zu haben.

Nun hat die Augsburger Staatsanwaltschaft gegen den inzwischen 34-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg Anklage erhoben, unter anderem wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Der Angeklagte soll dem 16-Jährigen in vier Fällen ein Betäubungsmittel verkauft haben, das zur Stoffgruppe der Amphetamine gehört. Von 2019 bis 2020 soll er neben Amphetaminen auch Mariuhana und Kokain in nicht geringen Mengen verkauft haben.

Die Betäubungsmittel, mit denen der 34-Jährige handelte, sollen laut Staatsanwaltschaft zum Teil einen sehr hohen Wirkstoffgehalt gehabt haben. So auch das Amphetamin, das er dem 16-Jährigen verkauft haben soll.

Der Beschuldigte befindet sich seit Mitte Juni in Untersuchungshaft. Das Strafgesetzbuch sieht für das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und die Abgabe an Personen unter 18 Jahren eine Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren vor. Wann das Verfahren vor dem Augsburger Landgericht verhandelt werden soll, steht noch nicht fest. (pm)

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