Region: Augsburger Land

Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi

Können die Kommissare Maris Bächle (Jessica Schwarz) und Konrad Diener (Max von Thun) die Verbrechen aufklären? Es kommt zum Showdown beim Waldgericht.
 

In diesem Jahr soll IMMENHOF – DAS GROSSE VERSPRECHEN, Sharon von Wietersheims zweiter Teil der erfolgreichen Neuinterpretation des Pferdefilmklassikers in die Kinos kommen. Und für den Film wurde wie schon für Teil 1 in der Region, genau genommen auf Gut Schwaighof in Allmannshofen (Landkreis Augsburg) gedreht. Zum Schauspiel-Ensemble gehört auch Max von Thun. Und der ist bereits am 4.1 und 5.1 im zweiteiligen ZDF-Mystery-Thriller "Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi" ab 20.15 Uhr zu sehen. Ich sprach mit ihm vorab.

 

Wie sehr hat Sie der Drehort im Schwarzwald Sie bereits beim ersten Teil und auch jetzt wieder eingenommen?

 

Max von Thun: Ich hatte bis zum Beginn der Dreharbeiten wenig Anknüpfungspunkte zum Schwarzwald, habe ihn dadurch aber kennen und schätzen gelernt. Er ist landschaftlich unglaublich schön. Und das ist das Besondere an dieser Reihe, dass wir uns auf die Mythologien - die nicht nur im Schwarzwald, auch in ländlichen Gegenden allgemein vor 100, 150 Jahren so in der Stube um die Kerze versammelt entstanden - verlagert haben. 

Ich konnte diese Gegend beim ersten Teil im Herbst mit Nebelschwaden in den Bäumen, als es kalt und düster war, kennenlernen. Was dem Film gut tat, aber schon aufs Gemüt schlug. Und jetzt konnte ich ihn im Sommer von einer anderen Seite entdecken, und seine Schönheit anders schätzen. Mittlerweile habe ich zu ihm einen engeren Bezug, da mir die Dreharbeiten viele Orten eröffneten, die ich als Tourist bestimmt nicht entdeckt hätte.

 

Deutschland hat tolle Gegenden, die man bis dato eher selten erkundet hat! Wie sehen und handhaben Sie das?

 

Max von Thun: Das Münchner Umland bietet ja auch viele Seen und Berge. Ich war immer schon viel draußen, damals mit meinen Eltern und jetzt mit meinem Sohn. Ich verstehe aber auch, dass grundsätzlich der Reiz des Exotischen und Fremden einen in die Ferne zieht, aber das geht nun mal jetzt nicht. Daher ist es schön, dass Deutschland und gewisse Regionen eine Renaissance erleben.

 

Zurück zu den Mythen, Sie persönlich sind da ja sowieso angetan von, Sie sind bekennender Dracula-Fan habe ich gelesen.

 

Max von Thun: Immer schon, ich weiß gar nicht wie alt ich war, sechs, sieben. Damals hat mein Vater auf Beta-Kassetten noch Filme mit Christopher Lee, dem Dracula im Farbfilm schlechthin, aufgenommen und diese vorab gesichtet, dass er uns sagen konnte, wann wir die Augen schließen sollen. Einmal habe ich dennoch durch die Finger gelinst und hatte danach ein Jahr lang Albträume und anschließend Angst vor Vampiren. Das legte sich dann, als ich zu meinem Geburtstag im Fasching Vampir-Motto-Feiern veranstaltete. Mittlerweile bin ich großer Vampirfan, das ist eine tolle Geschichte, vor allem Bram Stokers Dracula. Ich habe sogar auf der Gästetoilette eine Meter hohe Christopher Lee Figur mit Umhang. Mythen fand ich immer toll.

 

Hat es Vorteile eine Folge als Zweiteiler mit zweimal 90 Minuten erzählen zu können?

 

Max von Thun: Natürlich, Teil 1 war bereits komplex mit Rückblenden etc.. Solche Geschichten brauchen Zeit. Das Schöne ist, dass durch den Zeitgewinn, die einzelnen Rollen mehr Raum erhalten und sich entwickeln lassen. Das ist zum einen aus Schauspieler-Sicht sehr spannend, zum anderen kann auch der Zuschauer tiefer eintauchen. Natürlich muss man sich zwei Abende Zeit nehmen, aber ich glaube, es lohnt sich.

 

Sie drehten ja bis Oktober den Schwarzwald-Krimi, vorab noch den zweiten Teil vom Immenhof, in diesem Jahr war das ja nicht so klar, ob alle angesetzten Drehs klappen?

 

Max von Thun: Es war alles so geplant, im April dachte ich allerdings noch, dass ich wohl 2020 nichts mehr drehen würde. Ich konnte aber noch relativ viel machen, wofür ich sehr dankbar bin. Wir kamen durch beide Produktionen zwar mit sehr vielen Tests und strengen Auflagen, jedoch wunderbar durch.

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